c't 15/2019
S. 74
Kaufberatung
PC-Monitore
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Das Auge wählt mit

Auswahlkriterien für den Monitorkauf

Wer heute einen Monitor kaufen will, steht vor einer schier endlosen Geräteauswahl. Größe, Auflösung und Preis sind drei wichtige Kriterien, es gibt aber vieles mehr zu beachten. Wir liefern Tipps, wie Sie den passenden Monitor für Ihre Zwecke finden.

Vor dem Kauf eines Monitors sollte man sich zunächst über den geplanten Einsatzzweck klar werden: Soll der Monitor für die Büroarbeit genutzt werden, wollen Sie vor allem Fotos bearbeiten oder vielleicht eher Videos gucken, suchen Sie ein Display zum Spielen oder soll das Gerät alles ein bisschen können? Im letzteren Fall benötigen Sie einen Allrounder, wie wir sie ab Seite 80 getestet haben. Die gibt es bereits für 100 Euro und mit besserer Ausstattung ab etwa 200 Euro.

In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Anforderungen an den optimalen Monitor für unterschiedliche Nutzungsszenarien vor. Außerdem erklären wir, was es mit HDR, dpi, VRR und neuen digitalen Anschlüssen auf sich hat. Unsere Tipps sollen Sie in die Lage versetzen, die Buzzwords in Werbeprospekten zu entschlüsseln und genau den richtigen Monitor für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Scharf aufgelöst

Wer täglich acht Stunden auf den Monitor schaut, sollte zu einem Gerät mit mindestens 60 Zentimeter Diagonale (23,6 Zoll) greifen. Viele Monitore in dieser Größe haben Full-HD-Auflösung mit 1920 × 1080 Pixeln. Ihre Darstellung ist mit einer Pixeldichte von 93 dpi (dots per inch) weder besonders fein, noch passt viel Inhalt auf den Schirm. Nicht wesentlich mehr dpi, aber etwas mehr Platz bieten 24-Zöller mit 16:10-Format und 1920 × 1200 Pixeln: Von Tabellen und Webseiten sieht man einige Zeilen mehr und Sie müssen dadurch weniger scrollen. Bei Pixeldichten ab 110 dpi sieht man auch aus einem Sitzabstand von weniger als 80 Zentimetern kein störendes Pixelraster mehr. Falls der Monitorhersteller die dpi-Zahl seines Displays nicht preisgibt, können Sie sie mit einem Online-Rechner leicht selbst ermitteln (siehe ct.de/yv86).

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Viele aktuelle Monitore können alle Mischfarben im sRGB-Farbaum darstellen, bessere nähern sich sogar DCI-P3; den sehr großen BT-2020 erreicht derzeit kein Display.