c't 15/2019
S. 66
News
Garri Kasparow über KI

„Datenschutz behindert Innovation“

Der Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow über die DSGVO und KI

Der ehemalige Schachweltmeister Garri Kasparow sucht nach pragmatischen Wegen, um sich mit künstlicher Intelligenz zu arrangieren. Europas Datenschutzpolitik hält er dabei für ein Innovationshindernis. Wir plauderten mit ihm auch über Schach und Politik.

Wir sprachen mit Garri Kasparow auf der Konferenz WeAreDevelopers, bei der er eine Keynote über die Rolle kreativer Menschen in einer Welt voller intelligenter Maschinen hielt. 1997 hatte er sich als Weltmeister dem Schachcomputer Deep Blue geschlagen geben müssen und sucht seither Möglichkeiten, künstliche Intelligenz zu nutzen. Nach seiner aktiven Zeit blieb Kasparow kampflustig und engagierte sich gegen Russlands Präsidenten Vladimir Putin, dessen Regime er für eine Mafia-Bande hält. Doch auch die Europäische Union – der er als eingebürgerter Kroate inzwischen angehört – kritisiert Kasparow für ihre innovationsfeindliche Politik.

c’t: Während Ihrer Zeit als Schachweltmeister haben Computer das Spiel stark beeinflusst und die Führung im Schach übernommen. Fühlte sich Schach dadurch anders an? Haben Wettkämpfe im Schach an Bedeutung verloren?

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