c't 15/2019
S. 46
News
Arznei-Implantat, Therapie-Spiele, Robo-Fahrten

Wirkstoffe für ein Jahr – das geht unter die Haut

Ein batteriebetriebenes Implantat könnte einigen chronisch Kranken in Zukunft ihre Medikamente dosisgerecht verabreichen – je nach Medikation bis zu ein Jahr lang.

Das Implantat wird etwa unter der Haut des Oberarms eingesetzt und gibt über eine steuerbare Membran kontinuierlich medizinische Wirkstoffe ab. Bild: Houston Methodist

Ein Implantat, nicht größer als eine Weintraube, soll in Zukunft bei manchen chronischen Krankheiten die benötigten Medikamente abgeben, fortwährend und bis zu ein Jahr lang. Forscher des Houston Methodist Research Institute haben das Gerät mit einem Mikrochip versehen, der sich per Bluetooth steuern lässt. Die Wirkstoffabgabe erfolgt über ein sogenanntes Nano-Channel-Delivery-System: Die winzigen Poren einer nanofluidischen Membran lassen einen Durchfluss zu, den ein schwaches elektrisches Feld regelt. Pumpen oder Ventile kommen bei dieser Technik nicht zum Einsatz.

Sie wollen wissen, wie es weitergeht?

Senioren-Action am Monitor

Beim Foto-Spiel legt der Senior mit Gewichtsverlagerungen ein Bild frei. Bild: THB / Parsch

Der Gamecontroller ist eine Kraftmessplatte mit zwei Fußsymbolen: Speziell an Ältere wendet sich ein Forschungsprojekt, das therapeutische Videospiele in Seniorenheime bringt. Die Steuerung der Spielereihe aus der Technischen Hochschule Brandenburg erfolgt über Gewichtsverlagerungen. Im Angebot ist ein Fotospiel, bei dem zu erratende Bilder mit Körpereinsatz freigelegt werden. Zusätzlich gibt es bereits ein Memory-Spiel, eine Waldwelt, in der Rätsel zu lösen sind, und einen virtuellen Parcours, durch den der Spieler eine Kugel steuert.

Sie wollen wissen, wie es weitergeht?

Autonome Taxis gewünscht

Selbstfahrende Taxis könnten den Stadtverkehr optimieren und werden von Befragten sehr positiv gesehen – dieselben Studienteilnehmer melden allerdings Bedenken an, wenn es darum geht, die eigenen Kinder einem autonomen Wagen anzuvertrauen. Mit ihrer Studie „Robocab“ haben Fraunhofer-Forscher des Instituts für Arbeitswissenschaft und Organisation international 2400 Menschen befragt.

Kommentieren