c't 15/2019
S. 38
News
Netze

Kleiner Netzwerkspeicher

Synology erweitert seine Slim-Serie mit einem 4-Bay-Netzwerkspeicher, der flottes Dual-LAN und USB 3.0 an Bord hat.

Synologys DS419slim verdankt ihre geringe Größe und ihr niedriges Gewicht den 4 Slots auf der Rückseite, die ausschließlich 2,5-Zoll-Platten aufnehmen.

Der Netzwerkspeicher DS419slim von Synology ist deutlich kompakter als übliche NAS: Er misst nur 12 × 10 × 14 Zentimeter – was 1,7 Liter Volumen entspricht – und wiegt ohne Massenspeicher gerade mal 660 Gramm. Vier Laufwerkseinschübe im 2,5-Zoll-Format nehmen SATA-SSDs oder kleine Festplatten auf. Die maximale Bruttokapazität gibt Synology mit 20 TByte an. Über zwei USB-3.0-Ports kann man externe Datenträger oder Peripherie wie Drucker anschließen.

Das Herz des Systems ist ein Armada-385-Prozessor (88F6820) von Marvell. Die Dual-Core-CPU taktet mit 1,33 GHz, nutzt 512 MByte DDR3L-RAM und enthält einen Krypto-Beschleuniger. Zwar verraten weder Synology noch Marvell, welche Algorithmen die Hardware beschleunigt. Mindestens AES für die Datenträgerverschlüsselung sollte aber dabei sein.

Das NAS findet über zwei Gigabit-Ethernet-Schnittstellen (RJ45) ins Netz, die man mit einem passenden Switch auch per Link Aggregation zusammenschalten kann. Dann können bis zu 220 MByte pro Sekunde fließen, aber nur an mehrere Ziele gleichzeitig. Laut Hersteller benötigt das Gerät rund 20 Watt beim Zugriff und 7 Watt, wenn die Festplatten nicht laufen. Das DS419slim ist ab sofort für rund 360 Euro zu haben. (amo@ct.de)

TKG-Änderung: Funkloch-Karte und lokales Roaming

Die Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD haben sich auf eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) geeinigt: Die Bundesnetzagentur soll künftig eine Karte über die „tatsächliche, standortbezogene Mobilfunknetzabdeckung“ inklusive Schwerpunkte für Gesprächsabbrüche veröffentlichen. Die Netzbetreiber werden verpflichtet, die dafür benötigten Daten an die Regulierungsbehörde zu liefern. Außerdem will die Regierung Verstöße gegen die Versorgungsauflagen stärker ahnden: Die Betreiber mussten im Rahmen der 5G-Frequenzauktionen zusichern, Abdeckungsquoten von 98 Prozent (bevölkerte Gebiete) zu erfüllen. Fortan sollen Bußgelder bis zu einer Million Euro oder zwei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens verhängt werden. Folgen Netzbetreiber Anordnungen der Bundesnetzagentur generell nicht, sind Zwangsgelder bis zu zehn Millionen Euro vorgesehen.

Gleichzeitig erlaubt der neue Gesetzesentwurf der Bundesnetzagentur, unterversorgte Gebiete zu identifizieren und Vorschriften zum lokalen Roaming vorzubereiten, sodass Kunden eines Netzbetreibers die Infrastruktur eines anderen gegen ein Entgelt mitnutzen können. Eine ähnliche, für die Verbraucher indes kostenlose Regelung, gab es in Deutschland bis 2009 für O2-Kunden im Telekom-Netz. (Stefan Krempl/amo@ct.de)

Kommentieren