c't 16/2019
S. 180
Know-how
Autovernetzung

Funksalat

Die Autovernetzung kommt nicht voran

Dass Autos künftig vernetzt werden, gilt als sicher. So können sie sich zum Beispiel gegenseitig vor Gefahren warnen und Straßen kooperativ nutzen, um Sprit zu sparen und Stau zu vermeiden. Sehr unsicher ist aber plötzlich, ob dafür wirklich die beste Technik verwendet wird. Denn seit einer Weile mischt die EU-Kommision mit und favorisiert ein veraltetes, WLAN-ähnliches Protokoll.

Wenn Forschung und Entwicklung zwei oder mehr Spezifikationen für dieselbe Anwendung hervorbringen, sind es Industrie und Verbraucher gewohnt, die Wahl zu haben – beispielsweise schreibt einem niemand vor, ob man sein Heim vernetzt, und wenn ja, ob per WLAN, Ethernet oder Glasfaser.

Das erwartet man auch bei der Autovernetzung. Es gibt viele Gründe, Autos zu vernetzen. Ein Hauptgrund liegt in der Verkehrslenkung zur Stauvermeidung, der andere darin, dass vernetzte Autos einander alarmieren können, etwa über Baustellen, Unfälle oder Glatteis. Geht ein Alarm ein, kann die Elektronik beispielsweise Bremsbereitschaft auslösen und so im optimalen Fall Unfälle vermeiden. Unterm Strich erhoffen sich Verfechter der Autovernetzung vor allem weniger Verkehrstote.

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