c't 16/2019
S. 182
Know-how
Autovernetzung
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Bild: Rudolf A. Blaha

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Autovernetzung: 802.11p gegen C-V2X

Aktuell gibt es in Europa zwei Methoden, Autos miteinander zu vernetzen, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Das ältere Verfahren, 802.11p, besticht durch seine Schlichtheit. Das jüngere Cellular V2X könnte von der Mobilfunkinfrastruktur profitieren und so Kosten sparen.

Technisch gesehen hätte man Autos schon vor Jahrzehnten zusammen mit dem Siegeszug der WLAN-Technik vernetzen können. Doch der Autoindustrie fehlten Anreize und Geschäftsmodelle. Nun fordert die Politik die Vernetzung immer vehementer, um Unfälle und Verkehrstote zu vermeiden. Dafür treibt die EU-Kommission die Autovernetzung unter dem Titel Cooperative Intelligent Transportation Systems (C-ITS) voran.

C-ITS beschreibt abstrakt den verlässlichen und sicheren Datenaustausch zwischen Verkehrsteilnehmern. Die dazu nötige Funkkommunikation zwischen Fahrzeugen (V2V), Fahrzeugen und der Straßeninfrastruktur (V2I), zu Fußgängern (V2P) und externen Datennetzen (V2N) fasst man mit V2X zusammen. V2X verspricht, Unfälle zu vermeiden, zum Beispiel indem sich Fahrzeuge ihre Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung mitteilen, um ausweichen zu können.

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