c't 16/2019
S. 64
Hintergrund
Raumfahrt
Aufmacherbild
Bild: Albert Hulm

Mondstaub im 3D-Drucker

Konstruktion von Gebäuden und Landeplätzen auf dem Mond

Bereits 2021 sollen erste autonome Rover den Mond befahren und mit spezieller Lasertechnik Mondsand schmelzen. Mit dieser Technik könnten später einmal Rover-Schwärme vor Ort Module für eine erste Mondbasis drucken, bevor Astronauten kommen.

Die ersten Siedler auf dem Mond könnten Sonnenenergie nutzen und sich ihre Häuser per 3D-Druck aus geschmolzenem Mondstaub aufbauen. Das halten jedenfalls Entwickler am Laserzentrum Hannover (LZH) für realistisch. Im Rahmen des Projekts Moonrise haben sie einen Laser entwickelt, der den feinkörnigen Mondstaub einschmelzen kann.

Geplante Mondlandung 2021: Mit einem Lasermodul schmilzt ein Rover Mondstaub – eine Voraussetzung zur Nutzung dieser örtlichen Rohstoffquelle. Bild: LZH

Mobil wird der neue Laser dadurch, dass man ihn als Zusatzmodul im Bauch des Mondrover Audi Lunar Quattro anbringt. Dieser ist eine Entwicklung des Raumfahrtdienstleisters PTScientists in Zusammenarbeit mit Audi. In einem ersten Projekt will das junge Berliner Unternehmen zwei Rover und insgesamt 100 Kilogramm Nutzlast auf die Mondoberfläche bringen, ungefähr an die Landestelle der letzten Apollo-Mission. Apollo 17 ist im Dezember 1972 im Taurus-Littrow-Tal gelandet. Der erste Start soll 2021 mit einer SpaceX-Rakete erfolgen. Mit den Tests für die Rover und ihren Mondlander sehen sich die Entwickler im Zeitplan.

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