c't 16/2019
S. 46
News
Apple

MacBooks aufgefrischt

Apple hat Mitte Juli die MacBook-Reihe neu aufgestellt. Eine Folge davon ist, dass alle neuen MacBook-Pro-Modelle nur noch mit der Touch-Leiste erhältlich sind.

Escape- und Funktionstasten adè: Apple bietet MacBooks nur noch mit Touch-Leiste an.

Wer Escape- und Hardware-Funktionstasten benötigt, kann sich allenfalls mit externen USB-Tastaturen behelfen. Das 2017er MacBook Air und das 12"-MacBook hat der Konzern aus dem Programm genommen.

Im MacBook Pro mit 13"-Display steckt Intels Vierkern-CPU der 8. Core-i-Generation mit 1,4 GHz Takt (bis zu 3,9 GHz bei Turbo-Boost). Außerdem an Bord sind der Fingerabdruckscanner „Touch ID“, der ARM-basierte Chip T2 für Sicherheits- und Verschlüsselungsfunktionen sowie zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse im USB-C-Format.

Vier USB-C-Ports sind erst in den Modellen ab 2000 Euro erhältlich, die bereits im Mai aktualisiert wurden. Der Preis des Einstiegsmodells bleibt bei rund 1500 Euro. Neu ist allerdings, dass die Firma die SSD auch bei diesem Modell fest verlötet. Damit sind interne Festspeicher-Aufrüstungen nicht möglich.

Das 2018 neu aufgelegte MacBook Air mit Retina-Display wird nun mit Apples True-Tone-Technik bestückt, die die Darstellung automatisch an die Farbtemperatur des Umgebungslichts anpasst. Der Einstiegspreis liegt jetzt mit 1250 Euro 100 Euro niedriger. Sowohl das neue MacBook Air als auch das neue MacBook Pro sind mit erneut überarbeitetem Butterfly-Keyboard bestückt.

Dabei gibt Apple lediglich nebulös an, „neue Materialien“ zu verwenden, die auch schon in den MacBook-Pro-Geräten aus dem vergangenen Mai stecken. Damit soll der Mechanismus zuverlässiger sein. Seit 2015 die ersten MacBook-Tastaturen mit der Butterfly-Mechanik erschienen, reißen Problemberichte über defekte Tasten nicht ab. Unter die Tastaturabdeckung eingedrungene Krümel und Staub blockieren Tasten und die Metallkuppel löst Eingaben immer wieder unerwünscht mehrfach aus.

Der Reparaturdienstleister iFixIt berichtet, dass Apple nun Nylon für seine Tastenschalter einsetzt. Auch sei die Metallkuppel der Tasten leicht verändert – womöglich durch neue Oberflächenbehandlung oder verbesserte Legierung.

Seit Langem läuft ein Reparaturprogramm, über das Betroffene kostenlos eine neue Tastatur erhalten. Auch die neuen Modelle sind davon bereits abgedeckt; beide Gerätevarianten sind im entsprechenden Supportportal aufgeführt. Damit kann man die Tastatur bis zu vier Jahre nach Kauf gratis austauschen lassen. Einem Gerücht zufolge plant der Konzern, wieder die traditionelle Scherenmechanik einzusetzen. (dz@ct.de)

Apple senkt Preise für SSDs

Apple hat die Preise für SSD-Bestückungsvarianten aller Macs deutlich gesenkt – möglicherweise wegen spürbar nachgelassenem Interesse an den Geräten, denn was an internem Speichermedium fehlt, muss man extern nachrüsten. Das fällt besonders auf, wenn man von einem noch festplattenbasierten System auf eines mit SSD umsteigt.

Beispielsweise kostet nun eine 1 TByte fassende SSD für den MacBook Pro mit 15"-Display 480 Euro statt 720. 2 TByte kosten 960 statt 1440 Euro. Für 4 TByte sind 1920 statt 3600 Euro zu zahlen. Für den Mac Mini mit 2 TByte und 10-GBit-Ethernet verlangt Apple jetzt rund 3800 Euro (zuvor 5000).

Wer vor der Preissenkung bestellt hatte, sollte sich an seinen Händler wenden. (dz@ct.de)

Range-Extender für HomeKit

Eve Systems plant einen Repeater für HomeKit-Geräte.

Eve Extend ist ein Range-Extender für Smart-Home-Geräte auf HomeKit-Basis. Er bringt bis zu acht HomeKit-Sensoren oder -Aktoren ins Heimnetz, indem er ihr Signal per Bluetooth aufnimmt und über WLAN weiterreicht. Dazu gehört beispielsweise das Wasserventil Eve Aqua, das man zur Gartenbewässerung nutzen kann.

Bisher ließen sich für HomeKit nur iPads oder Apple-TV-Boxen als Vermittler nutzen. Eine solche HomeKit-Basis (Steuerzentrale oder auch Home Hub genannt) koppelt per WLAN oder Ethernet-Kabel ans Heimnetz an und stellt Bluetooth-Signale durch. Eve Extend kommt im September auf den Markt und koppelt entfernt gelegene Geräte an.

Das Gerät wird über die Eve-App eingerichtet. Mit Strom versorgt wird das kleine Kästchen über ein USB-Netzteil (5 Volt, mindestens 500 mA). Den Preis nannte der Hersteller Eve Systems nicht. (dz@ct.de)

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