c't 16/2019
S. 38
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Anwendungen

Leistungssteigerung für Corel Painter 2020

Das Malprogramm Painter 2020 simuliert realistische Pinsel und Zeichenwerkzeuge. Für das Update verspricht Corel GPU-beschleunigte Performance und optimierte Arbeitsabläufe.

Das Malprogramm Corel Painter 2020 analysiert die Hardware und optimiert automatisch GPU- und CPU-Einstellungen.

Painter simuliert über 500 Werkzeuge und Materialien wie Öl und Acryl, Leinwand und Papier. Es unterstützt unterschiedliche künstlerische Stile und wendet sich damit an Illustratoren sowie Comic- und Cartoonzeichner.

Das neue Dienstprogramm „Brush Accelerator“ optimiert je nach Hardware die Systemeinstellungen hinsichtlich der GPU- und CPU-Leistung. Damit sollen die Malwerkzeuge bis zu 20-fach GPU-beschleunigt werden. Das ermöglicht laut Hersteller auch auf älteren Maschinen Malen in Echtzeit sowie die Arbeit mit aufwendigen Einstellungen wie Aquarelltechnik und großen Pinselspitzen. Corel empfiehlt für Painter 2020 mindestens acht logische CPU-Kerne und eine Videokarte, die OpenCL 1.2 unterstützt.

Neu im Portfolio sind 26 Performance-optimierte Malwerkzeuge in zwei Kategorien. Sie sind für die Leistungsoptimierungen der aktuellen Version konzipiert. Außerdem enthalten die Kategorien „Aquarell“ und „Digitales Aquarell“ fünf neue Werkzeuge.

Die überarbeitete Eigenschaftsleiste und die Malwerkzeugpaletten sollen den Zugriff auf die Bedienelemente erleichtern. Ebenen lassen sich laut Corel nun einfacher verbinden, sperren, auswählen und einfügen.

Ein kompakteres Bedienfeld zur Pinselauswahl soll den verfügbaren Platz für die große Anzahl an Werkzeugen besser nutzen. Eine verbesserte Spitzen- und Strichvorschau zeigt die Unterschiede zwischen den Pinseln deutlicher an als zuvor. Eine temporäre Farbpalette erleichtert die Farbauswahl. Painter bringt außerdem sechs unterschiedliche Systeme von Farbharmonien mit, die sich als Tabellen speichern lassen.

Corel Painter 2020 steht für Windows und macOS zur Verfügung. Die Vollversion kostet 424,95 Euro, das Upgrade ist für 218,95 Euro zu haben. (akr@ct.de)

Adobe Spark auf Deutsch verfügbar

Mit Adobe Spark Post entstehen animierte Social-Media-Grafiken. Die App steht für Android und iOS zur Verfügung.

Mit den Design-Apps Adobe Spark Post, Page und Video entstehen Grafiken, Webseiten und Videos für soziale Medien. Alle drei Programme sind ab sofort mit deutscher Bedienoberfläche verfügbar; sie lassen sich sowohl im Browser als auch über Mobil-Apps bedienen. Die App Spark Post steht für iOS und Android zur Verfügung; die anderen beiden gibts bisher ausschließlich für iOS. Spark Post bietet jetzt animierte Vorlagen an, die die App anschließend als MP4-Video exportiert. Die iOS-App bringt Textanimationen und animierte Sticker mit. Außerdem kann man Mitarbeiter einladen, im Web zusammen an Grafiken und Videos zu arbeiten.

Die Apps sind kostenlos nutzbar, in den Grafiken und Videos blenden sie aber ein Adobe-Spark-Logo in einer Ecke ein. Für 10,99 Euro monatlich oder bei Abschluss eines Creative-Cloud-Abos lässt es sich entfernen. (akr@ct.de)

KKR kauft Corel

Die Beteiligungsgesellschaft KKR (früher Kohlberg Kravis Roberts) hat von der Private-Equity-Gesellschaft Vector Capital die Firma Corel übernommen. Üblicherweise restrukturiert KKR erworbene Firmen und steigt nach sechs bis sieben Jahren aus der Beteiligung wieder aus.

Der Softwarehersteller Corel ist in den vergangenen Jahren gewachsen und dieser Kurs soll sich unter KKR fortsetzen. Corel entwickelt unter anderem die CorelDraw Graphics Suite, AfterShot und PaintShop Pro. In jüngeren Jahren erwarb Corel die Firmen Parallels, ClearSlide und MindManager. Außerdem gehören WinZip, WinDVD und VideoStudio, ein Programm der taiwanischen Firma Ulead Systems, zum Portfolio.

Corel entwickelt allein drei Programme zur Bildbearbeitung – es ist möglich, dass sich hier unter dem neuen Besitzer etwas ändert. (akr@ct.de)

Gesichtserkennung für Canto

Die Medienverwaltung Canto erkennt Gesichter und vergibt Schlagwörter mithilfe künstlicher Intelligenz.

Canto hat seine gleichnamige Bildverwaltung für Unternehmen um KI-Funktionen erweitert. Das früher unter dem Namen Cumulus vertriebene System setzt auf Cloud-Computing und ein Software-as-a-Service-Modell.

Das Update bringt Gesichtserkennung und integriert diese im Hinblick auf die Erfordernisse von Unternehmen. So kann man alle Bilder der Datenbank automatisch nach Personen durchsuchen, um Haftungsrisiken auszuschließen, beispielsweise falls gemäß DSGVO nicht die personenspezifischen Rechte vorliegen.

Die Bedienoberfläche können Administratoren über die Cloud differenziert anpassen. Ausgesuchten Nutzerkreisen, beispielsweise Marketing- oder Vertriebsmitarbeitern, lassen sich so nur für diese Gruppen relevante Ausschnitte an Metadaten anzeigen. Auch die Filterfunktion ist entsprechend individualisierbar.

Im Agenturalltag wiederkehrende Aufgaben wie Berechtigungsworkflows in der Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern sollen sich mit Canto automatisieren lassen. Freigaben erhalten demnach ein automatisches Ablaufdatum; die Zugriffsrechte sind zeitlich begrenzt. Eine Quick-Tag-Funktion hilft beim automatischen Verschlagworten, indem eine künstliche Intelligenz Metadaten vorschlägt. Der überarbeitete Photoshop Connector importiert Assets direkt als Ebene oder Datei in die Bildbearbeitung. (akr@ct.de)

Magix Music Maker 2020

Die Musikproduktionssoftware Magix Music Maker 2020 hat eine anpassbare Bedienoberfläche bekommen. Im flexiblen Fenster-Layout lassen sich Soundpools, Instrumente und Effekte nach Bedarf anordnen. Wenn man einen Loop unter eine vorhandene Spur zieht, legt das Programm automatisch eine neue an. Spurköpfe besitzen einen Lautstärkeregler und lassen sich verkleinern, um Platz zu schaffen. Ein neuer Startdialog weist auf Einführungsvideos hin und gibt Tipps zur Bedienung. Außerdem gibt er Zugriff auf den angeschlossenen Store, über den Magix weitere Inhalte zum Kauf anbietet.

Angeschlossene MIDI-Geräte sollen sich in Sekundenschnelle einbinden lassen, um Melodien auf dem Keyboard einzuspielen. Im integrierten MIDI-Editor lassen sich Noten hinzufügen, verschieben oder löschen. Die Trimmfunktion fasst geloopte MIDI-Objekte zusammen.

Die Basis-Version des Music Maker steht für Windows kostenlos zur Verfügung. Die Plus-Edition für 59 Euro enthält etliche Soundpools, Funktionen und Instrumente. Die Premium-Edition bringt für 129 Euro fünf Mastering- und drei Delay-Effekte sowie eine Vollversion des Audio-Editors Sound Forge Audio Studio 12 mit. (akr@ct.de)

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