c't 16/2019
S. 37
News
Server & Storage

Enterprise-SSD mit PCIe 4.0

Die PCIe-4.0-SSD Codensity von Netint ist mit 4, 8 und 16 TByte Speicherplatz erhältlich.

Das kanadische Unternehmen Netint stellt seine zweite PCIe-4.0-SSD vor: Die Codensity D408 ist als U.2-Laufwerk und als PCIe-Steckkarte erhältlich und soll bei sequenziellem Lesen bis zu 6,4 GByte/s erreichen, beim Schreiben immerhin noch 2 GByte/s. Bei Zugriffen auf zufällige Adressen verspricht der Hersteller bis zu 1 Million IOPS beim Lesen und bis zu 250.000 beim Schreiben.

Der 16-Kanal-SSD-Controller Codensity G4 ist den Angaben zufolge eine Eigenentwicklung des Unternehmens, er eignet sich sowohl für TLC- als auch für das neuere QLC-Flash. Die Latenz beträgt laut Netint 100 µs beim Lesen, beim Schreiben sollen es lediglich 10 µs sein.

Mit 4, 8 und 16 TByte Speicherkapazität, AES-256-Verschlüsselung und Stromausfallschutz soll die Codensity D408 vor allem für den Enterprise-Einsatz zugeschnitten sein. Im Ruhezustand benötigt die SSD 11 Watt, im Betrieb 24 – knapp unter der Grenze von 25 Watt, die die PCI-SIG als maximale Leistungsaufnahme einer U.2-SSD festgelegt hat. Netint gibt eine MTTF von 2 Millionen Stunden an, die Ausdauer ist von der Bestückung abhängig. Preise hat der Anbieter nicht genannt. (ll@ct.de)

Rackserver für Ruler-SSDs

Der Serverhersteller Supermicro hat nun Rackserver für die Ruler-SSDs von Intel im Programm. Der SuperStorage 1029P-NES32R fasst 32 SSDs im E1.S-Format mit 111,5 Millimeter Länge, der doppelt hohe SuperServer 2029BR-HER insgesamt 40. In beiden steckt ein Supermicro-Mainboard mit zwei Sockeln für Xeon-Prozessoren (Cascade Lake oder Skylake), dazu gibt es Steckplätze für bis zu 6 TByte DRAM.

Angaben zur maximalen Speicherkapazität der Rackserver macht Supermicro nicht, auch sind bislang auf dem freien Markt noch keine E1.S-Module erhältlich. Die längeren E1.L-Module fassen aktuell bis zu 8 TByte und kosten rund 6000 Euro. Bei einer angenommenen E1.S-Kapazität von 4 TByte würde allein der Speicher des SuperStorage 1029P-NES32R knapp 100.000 Euro kosten. Preise hat das Unternehmen noch nicht genannt; die Server sollen jedoch ab sofort verfügbar sein. (ll@ct.de)

Kommentieren