c't 17/2019
S. 154
Praxis
Raspi als WLAN-Mesh-Controller
Aufmacherbild

WLAN aus dem Container

Unifi-Mesh-Controller im Docker-Container auf Raspi und PC

Mit den UFO-artigen WLAN-Access-Points der Unifi-Familie von Ubiquiti können Sie große Gebäude oder Gelände günstig flächendeckend mit einem einheitlichen WLAN versorgen – inklusive Gastnetz mit Voucher-Abfrage und Captive Portal. Ein Docker-Container auf Ihrem PC oder Raspi genügt für Einrichtung und Verwaltung.

Die WLAN-Versorgung nervt besonders in großen, verwinkelten oder sehr massiven Gebäuden: Unkoordiniert auf den gleichen WLAN-Kanälen funkende Access-Points behindern einander, und lässt man sie auf verschiedenen Frequenzen funken, wechseln die WLAN-Geräte im Zweifel erst, nachdem sie den Funkkontakt zum vorherigen Access-Point verloren haben. Die Lösung sind WLAN-Meshes, in denen die Access-Points die Verbindungen der Clients untereinander koordinieren und so automatisch auf den am besten erreichbaren Access-Point verlegen. So bleibt die WLAN-Verbindung im gesamten Haus stabil.

Die UFO-förmigen WLAN-Access-Points von Unifi aus [1] sind eine günstige und sparsame Lösung für größere WLAN-Installationen, bei denen ein einzelner Access-Point und WLAN-Repeater keine ausreichende Abdeckung mehr bieten. Sie sind eigentlich für den Unternehmenseinsatz gedacht, das Long-Range-Modell UAP-AC-LR ist mit knapp 100 Euro aber durchaus auch für Privathaushalte interessant: Es arbeitet simultan im 2,4- und 5-GHz-Band (IEEE 802.11a/b/g/n/ac/h), lässt sich auch outdoor einsetzen und zieht nur 3,7 Watt Leistung via Power-over-Ethernet. Ein passendes Injektor-Netzteil liegt ebenso bei wie Material für die Decken- oder Wandmontage. Im 5er-Pack sinkt der Preis auf knapp 86 Euro pro Access-Point.

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