c't 17/2019
S. 142
Spielekritik
Abenteuer
Aufmacherbild
Bild: Electronic Arts

Reise ins Ich

Harte Themen in einer traumhaften Spielwelt

Im Abenteuerspiel Sea of Solitude werden die Psychosen und Traumata einer jungen Frau zu gierigen Monstern, die ihr nach dem Leben trachten. Mit diesem Konzept gelingt dem Berliner Indie-Entwickler Jo-Mei eines der ungewöhnlichsten Spiele des Jahres.

Von wegen einfach mal wie üblich die Welt retten: Für Heldin Kay geht es in ihrem Abenteuer nicht um Aliens oder Weltverschwörungen, sondern um den Kampf gegen Einsamkeit und Depressionen. Statt sich hinter kryptischen Aussagen und vagen Andeutungen zu verstecken, finden die Entwickler eine einfache, aber symbolträchtige Bildsprache, mit der sie auch eigene, bedrückende Lebenserfahrungen verarbeiten.

Im Meer der Einsamkeit

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