c't 17/2019
S. 84
Test
Android-Smartphone
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Tele-Phone

Oppo Reno 10x Zoom mit Triple-Kamera

Angriff auf die High-End-Smartphones: Oppo setzt beim Reno 10x Zoom voll auf Kameras. Drei davon sitzen auf der Rückseite und die Frontkamera ist im Gehäuse versteckt.

Weltweit gehört Oppo zu den größten Smartphone-Produzenten. In Deutschland ist der chinesische Hersteller eher eine Randerscheinung. Das soll sich ändern – mit im Juli angekündigter neuer Europa-Zentrale in Düsseldorf und natürlich mit guten Smartphones. Mit dem Reno 10x Zoom ab 650 Euro greift Oppo in der Champions League an und hat es mit Triple-Kamera eindeutig auf das Huawei P30 Pro abgesehen. Etwas irreführend: Dem Namen Reno 10x Zoom zum Trotz vergrößert das optische Tele des Geräts nur fünffach, den Rest besorgt die Software.

Äußerlich macht das Smartphone einiges her. Dass die Frontkamera irgendwo versteckt ist, – nur nicht in einem Notch oder ganz klassisch am oberen Displayrand –, das ist im High-End-Bereich nichts ganz Neues mehr. Nur, ob Popup-Kamera (OnePlus 7 Pro), Flip-Kamera (Asus Zenfone 6) oder ausfahrbarer Kamerakeil, daran scheiden sich noch die (Hersteller-)Geister. Oppo jedenfalls hat letztere Variante für sich entdeckt und tauft das ganze Shark Fin – Haifischflosse. Das Resultat: eine Vorderseite, die fast vollständig vom planen Display eingenommen wird. Die Rückseite des tadellos verarbeiteten Geräts ist in schick mattiertem Grün gehalten – die Kamera ragt trotz langem Tele keinen Millimeter daraus hervor. Wirklich handlich ist das Gerät dennoch nicht. Mit einer Hand lässt es sich kaum bedienen, die nicht abgerundeten Displayränder helfen auch nicht gerade. Mit 213 Gramm gehört es zu den Schwergewichten unter den Smartphones.

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