c't 18/2019
S. 122
Test
Notenerkennungssoftware
Aufmacherbild

Intelligentes Notenlesen

Programme zum Digitalisieren gedruckter Musiknoten

Wer vorhandene Noten ändern oder anpassen möchte, braucht dazu ein Programm, das die eingescannten Noten in ein digitales Notenformat umwandelt. Doch was menschlichen Musikanten relativ leicht fällt, stellt den Computer vor ungeahnte Schwierigkeiten. Fünf Programme für die optische Notenerkennung.

Was OCR für Texte, ist OMR für Noten: die automatische Umwandlung analoger Vorlagen in ein digitales Ebenbild. Bei der automatischen Text-Erkennung (Optical Character Recognition, OCR) erwartet man heute weitgehend fehlerfreie Resultate, auch bei nicht einwandfreien Vorlagen. Anders sieht das bei der Erkennung von Noten (Optical Music Recognition, OMR) aus, die einen ungleich größeren Zeichenvorrat als das Alphabet und – anders als Text auf einer Zeile – eine nahezu beliebige Zeichenpositionierung enthalten können.

Schon der Anfang bei der Erkennung von traditionellen Musikzeichen fällt dem Computer nicht leicht, denn dabei geht es darum, Zeichen fast in beliebiger Größe und von variabler Form sicher zu identifizieren. Kein größeres Problem für den Menschen, wohl aber für die Maschine. Obendrein kann das Bild eines Notenblatts irreführende Fehler enthalten, etwa Kleckse, verzerrte Linien oder Kompressionsartefakte, dazu Anmerkungen oder Notizen. Noch schwieriger wird der Umgang mit alten Drucken und handschriftlichem Material.

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