c't 18/2019
S. 110
Test
AMD Epyc 7002
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Doppelt episch

AMDs zweite Epyc-Generation mit 64 Kernen

AMDs Serverprozessoren der Epyc-Baureihe 7002 überholen mit vierfacher Rechenleistung nicht nur ihre eigenen Vorgänger, sondern auch Intels Xeons. Zudem adressieren sie 4 TByte Speicher pro Sockel und bieten 128 PCIe-4.0-Lanes für schnelle NVMe-SSDs oder Beschleunigerkarten.

Mit der zweiten Epyc-Generation, Codename Rome, verdoppelt AMD die Kernzahl pro Prozessor im Vergleich zur Vorgängergeneration. Da jeder Kern auch noch einen doppelt so hohen Rechendurchsatz hat, steigt die Performance im Idealfall noch einmal um Faktor 2. Damit schaffen die Epyc 7002 nicht nur einen großen Abstand zum eigenen Vorgänger, sondern schlagen auch Intels Xeon-Prozessoren für Zwei-Sockel-Systeme deutlich. Für Rechenzentren bedeutet das deutliche Sparmöglichkeiten. Denn selbst das 64-kernige Topmodell Epyc 7742 bietet AMD im Großhandel zu Preisen unterhalb von 7000 US-Dollar an. Zudem sinken Software-Lizenzkosten, die pro Sockel abgerechnet werden, weil nun die Performance und Speichermenge eines Dual-Sockel-Systems (2P) mit einem Single-Sockel-Server erreichbar ist.

Mit der Leistungsfähigkeit der zweiten Epyc-Generation erhofft sich AMD, ein größeres Stück des lukrativen Server-Kuchens von Intel zu stibitzen. Nahezu alle großen Serverhersteller haben passend zum Launch auch Systeme mit AMDs zweiter Epyc-Generation im Angebot, darunter auch jahrelang treue Intel-Kunden wie Dell und Lenovo.

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Mit acht Speicherkanälen steuert jeder neue Epyc-Prozessor bis zu 4 TByte Speicher an: 8 Kanäle × 2 DIMM/Kanal × 256 GByte/DIMM.