c't 18/2019
S. 70
Know-how
Daten visualisieren
Aufmacherbild

Flotte Datenzeichner

Datenvisualisierung jenseits von Balken und Torten

Diagramme zeigen viel schneller Zusammenhänge als Zahlenwüsten. Sie haben Leben gerettet und Kriegstragödien offenbart – schon im 19. Jahrhundert, akribisch von Hand gezeichnet. Heute kommt die Ästhetik aus dem Rechner. Und dank moderner Algorithmen kann sie fast jeder ohne viel Aufwand nutzen.

Wenn sich blutrote Säulen von oben über das Blatt ergießen, gefärbte Landkarten weltweite Temperaturveränderungen verdeutlichen und statt grauer Quader gestapelte rosa Schweine den jährlichen Fleischkonsum des Bundesbürgers beziffern: Dann hat man trotz aller Verspieltheit einen Blickfang vor sich, der auf eine sehr informative und unterhaltsame Art Statistiken und Daten präsentiert.

Das Umsetzen solch kreativer Visualisierungsideen wird immer einfacher, weil die dafür zuständigen Anwendungen reduzierte, interaktive Oberflächen bekommen haben – oder Assistenten, die in wenigen Schritten vom Datenimport zum fertigen Diagramm führen. Es gibt Spezialisten für hübsche Zeitleisten und Karten, aufs Allernötigste reduzierte Web Apps sowie umfangreiche Analyse- und Visualisierungsplattformen, die sich an den Anforderungen bestimmter Berufsgruppen orientieren. Und wer den großen Gestaltungsspielraum von selbst gebautem Code bevorzugt, findet immer mehr Frameworks mit einer kompakten, leicht erlernbaren Sprache.

Kommentieren

Weitere Bilder

Flotte Datenzeichner (1 Bilder)

Daten sind auch nur spezielle Grafikwerkzeuge, zumindest beim designorientierten Ansatz von Charticulator und Data Illustrator.