c't 19/2019
S. 160
Praxis
Android auf Amazon-Tablets
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Feuer frei!

Google Play Store und Android-Apps auf Amazon-Fire-Tablets installieren

Amazon baut gute und günstige Tablets. Was nervt, ist die geringe App-Auswahl. Mit einfachen Handgriffen lassen sich die Google-Dienste samt Play Store jedoch nachrüsten, sodass man Zugriff auf alle Android-Apps erlangt.

Wer nach einem preisgünstigen Tablet sucht, der stolpert früher oder später über die Amazon-Fire-Tablets – nicht zuletzt, weil Amazon die Geräte regelmäßig mit massiven Rabatten bewirbt und Konkurrenten klar unterbietet. Doch der Freude über das Schnäppchen folgt schnell eine gewisse Ernüchterung: Im Vergleich zu Android-Tablets sieht das App-Angebot nämlich eher dünn aus.

Dabei laufen die Fire-Tablets auf Android-Basis und führen dafür programmierte Apps an sich klaglos aus. Amazon nutzt allerdings nicht Googles an zahlreiche Bedingungen geknüpfte Android-Variante, sondern baut sich unter dem Namen „Fire OS“ eine eigene Variante aus dem quelloffenen AOSP (Android Open Source Project). Somit fehlen sämtliche Google-Dienste – einschließlich dem Play Store, der mit gut zwei Millionen Apps viermal mehr Auswahl bietet als Amazons Appstore.

Dank des Android-Unterbaus lässt sich jedoch vieles aus Googles Angebot auf das Fire-Tablet übertragen. Das geht für einzelne Apps ruckzuck; mit etwas mehr Aufwand lässt sich durch Aufspielen des Google Play Store in weniger als 30 Minuten sogar ein veritables Android-Tablet aus dem Amazon-Gerät zaubern – ganz ohne Root-Zugriff.

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