c't 19/2019
S. 156
Praxis
Filmen mit Actioncams
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Action richtig!

Tipps zum Filmen mit Actioncams

Eigentlich muss man sie nur einschalten, die Aufnahmetaste drücken und draufhalten. Doch was dabei herauskommt, ist oft eintönig und wenig attraktiv. Wer aufregende Action filmen möchte, der muss sich schon mehr ins Zeug legen.

Mit großartiger Leichtigkeit, rasanten Aktionen und bunten Farben bewirbt Branchen-Primus GoPro seine Actioncams. Die Aufnahmen wirken, als ob sie an einem Wochenende eher nebenbei entstanden wären. Doch wenn man sich das Werbematerial einmal genauer anschaut, sieht man schnell, wie viel Aufwand hinter den Produktionen steckt. Da werden spektakuläre Stunts aus zig Perspektiven gezeigt – und das so raffiniert, dass der Zuschauer das eigentlich gar nicht richtig realisiert. Genau das setzt neben viel Erfahrung eine sehr genaue Vorplanung und noch viel mehr Zeit in der Nachbearbeitung voraus. Aus dem Stand heraus wird niemand solche Filme hinbekommen, auch mit der tollsten Action vor der Kamera nicht.

Gut, werden jetzt viele denken, das habe ich auch gar nicht vor. Tatsächlich werden Actioncams längst in allen Bereichen genutzt, von der privaten Strandaufnahme bis hin zu Profi-Drehs in der Produktwerbung. Doch die Kamera allein ist noch kein Erfolgsgarant: Manche Actioncam erlebte nur wenige sporadische Einsätze mit wenig begeisternden Resultaten, bevor sie in der Schublade verschwand – meist mit der Begründung, sie habe nicht gehalten, was man sich davon versprochen hat. Dabei mangelt es nicht an den technischen Fertigkeiten, sondern eher an Ideen, was man mit der kleinen Kamera alles anfangen kann, um mit witzigen oder außergewöhnlichen Aufnahmen den Zuschauer zu überraschen.

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Wenn dann das Wasser mit steigender Flut die Sandburg wegspült, sieht das - über längere Zeit in Zeitraffer gefilmt - gut aus. Alternativ passt man eine Welle ab, die in Zeitlupe gefilmt wird.