c't 19/2019
S. 154
Praxis
IR-Fernbedienung hacken
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Frei-Funke

Pearls WLAN-Universalfernbedienung mit MQTT nutzen

Geräte, die sich nur per Infrarot steuern lassen, sind eine Hürde für Smart-Homes. Diese kann man jedoch nehmen, wenn man eine WLAN-fähige Universalfernbedienung wie die von Pearl hat, in der ein ESP8266 steckt.

Pearls Fernbedienungsbox aus dem Kurztest auf Seite 100 funktioniert nur über die Cloud und bietet kein API für die Integration in eigene Dienste. Glücklicherweise kann man die Firmware der Box einfach ersetzen und bekommt dann eine MQTT-Anbindung, über die man nach Herzenslust schalten kann.

Pearl hat, wie viele Anbieter günstiger Smart-Home-Hardware, Produkte vom OEM-Anbieter Tuya eingekauft. Ein Glück für Bastler ist es, dass der zentrale Baustein des Tuya-Smart-Home-Universums der ESP8266 ist. Löten muss man aber nicht unbedingt.

Hardware und Aufbau der Tuya-Infrarot-Boxen sind immer gleich. Wenig überraschend ist es, dass findige Entwickler bereits das Senden und Empfangen von Infrarot-Kommandos in die alternative IoT-Firmware Sonoff-Tasmota eingebaut haben.

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Ergänzungen & Berichtigungen

Firmware-Update nötig für IR

Wer die Fernbedienungs-Box mit Tuya-convert geflasht hat, muss danach ein Firmware-Update auf eine neuere Sonoff-Tasmota-Version durchführen. In der von Tuya-convert installierten Minimalversion der Firmware fehlt der Code für die Infrarot-Steuerung. Am besten nimmt man die Variante "Sonoff-Sensors". Diese enthält zahlreiche zusätzliche IR-Protokolle und kann auch Klimaanlagen per Infrarot steuern.