c't 19/2019
S. 50
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Einfache Montage in PaintShop Pro 2020

Die Bildbearbeitung PaintShop Pro 2020 von Corel bringt neue Werkzeuge zur Auswahl und zum Klonen von Bildelementen, unter anderem für schnelle Fotomontage.

Der Verfeinerungspinsel von PaintShop Pro 2020 hilft beim Freistellen schwieriger Motive mit Haaren und Fell.

Corel bringt in PaintShop Pro 2020 Funktionen für Fotografen, die ihre Fotos entwickeln und umfangreich verfremden wollen. Mit dem SmartClone-Werkzeug sollen sich Bildelemente aus mehreren Fotos auf einfache Weise zu einem neuen Bild zusammenfügen lassen. Es arbeitet inhaltssensitiv und dient zum Wegretuschieren unschöner Bildelemente, beispielsweise von Plastiktüten oder Verkehrsschildern.

Der Verfeinerungspinsel erweitert die Auswahlwerkzeuge um ein Werkzeug zum Freistellen von Haaren. Wenn man Strähnen und Härchen damit übermalt, soll es solche schwierigen Motive sauber vom Hintergrund trennen. Über Regler kann man die Auswahl glätten, unschärfer gestalten und die Kante der Auswahl verschieben.

Ein neuer touchoptimierter Arbeitsbereich „Fotografie“ unterstützt Bildschirme in 4K-Auflösung. Er ist standardmäßig eingestellt, bringt große Symbole mit und kombiniert die am häufigsten benutzten Werkzeuge, um Fotos schnell zu entwickeln. Hinzu kommen Leistungsverbesserungen und optimierte Arbeitsverläufe. Ebenenstile kann man nun kopieren und auf eine andere Ebene übertragen.

Die Software erscheint in den Varianten PaintShop Pro 2020 für 69,99 Euro und PaintShop Pro 2020 Ultimate für 89,99 Euro. Es enthält den Raw-Entwickler AfterShot 3, das abgespeckte Malprogramm Painter Essentials 6, das Programm für animierte Fotos PhotoMirage Express, das Dienstprogramm Parallels Toolbox und die Effektsammlung GRFX Studio. Darüber hinaus schnürt Corel erstmals ein Paket aus der Ultimate-Version und dem Videoschnittprogramm VideoStudio Pro. Alles zusammen kostet 139,99 Euro. (akr@ct.de)

Fonts gestalten und verwalten

High-Logic hat die Schriftverwaltung MainType 9 und den Schrift-Designer FontCreator 12 vorgestellt. Der Hersteller liefert für MainType keine InDesign-Plug-ins mehr mit. Diese mussten für jede Version des Layoutprogramms neu entwickelt werden, was Stabilitätsproblemen Vorschub leistete. Nutzer von Adobe InDesign, Photoshop, Illustrator, Serif Affinity Designer und Microsoft Word sind stattdessen gehalten, die benötigten Schriftdateien innerhalb von MainType selbst zu verwalten.

FontCreator 12 hat eine Palette erhalten, die Fonts nach Kategorien übersichtlich anzeigt. Die erweiterte Anzeige von Glypheigenschaften informiert über Abstände, Unterschneidung und Metrik. Ein verbesserter Dialog zum Generieren von Glyphen soll einen Basisfont um Sonderzeichen für über 100 Latin-basierende Schriften ergänzen können.

MainType kostet 79 US-Dollar; FontCreator 199 US-Dollar. Beide Programme laufen unter Windows. (akr@ct.de)

Team-Arbeit mit Vegas Pro 17

Vegas Pro 17 unterstützt „Nested Timelines“, Unterprojekte, die sich in die Haupt-Timeline integrieren lassen.

Die Videoproduktionssoftware Vegas Pro 17 verspricht optimierten Workflow. Nutzer können nun von der Haupt-Timeline in eine sogenannte „Nested Timeline“ wechseln. Damit können sich beliebig komplexe Zeitleisten im Projekt einnisten. Einstellungen lassen sich von einer Nested Timeline auf eine andere übertragen. Team-Kollegen können eine Nested Timeline bearbeiten, während jemand anderes die Kontrolle über das Hauptprojekt behält.

Eine Color-Grading-Palette fasst alle Farbkorrekturwerkzeuge des Programms zusammen. Farbeinstellungen lassen sich exportieren, in anderen Projekten beziehungsweise Programmen weiterverwenden oder auf andere Clips übertragen.

Der HDR-Workflow von Vegas Pro 17 unterstützt GPU-gestützte Farb-I/O-Verarbeitung des Farbstandards ACES 1.1. Bei der Academy Color Encoding Specification (ACES) handelt es sich um einen Farbstandard für Filmprofis, der von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences gepflegt wird. Außerdem soll das Programm Videos dank GPU-Beschleunigung beim AVC/HEVC-Decoding schnell wiedergeben und 8K-Dateien unterstützen.

Das Programm erscheint in drei Editionen zu Preisen von 399 bis 799 Euro sowie in der Mietausgabe VEGAS Pro 17 365 für 16,67 Euro pro Monat. (akr@ct.de)

LibreOffice 6.3 macht Textpassagen unkenntlich

The Document Foundation hat Version 6.3 von LibreOffice veröffentlicht. Neu ist unter anderem die Möglichkeit, Dokumente zu schwärzen. Außerdem verspricht das Update bessere Performance.

Die freie Büro-Suite LibreOffice 6.3 schwärzt Textpassagen, die sich auch im exportierten Dokument nicht mehr wiederherstellen lassen.

In LibreOffice 6.3 lassen sich Teile von Dokumenten schwärzen, beispielsweise um vertrauliche Informationen unkenntlich zu machen. Damit der Empfänger garantiert nichts wiederherstellen kann, wandelt LibreOffice das Dokument dabei in ein Bild um. Der Text lässt sich anschließend nicht mehr bearbeiten, dafür gilt: Was schwarz ist, ist auch wirklich nicht mehr als Textinformation vorhanden. Der LibreOffice-Workflow gestaltet sich wesentlich komfortabler als der Umweg über Kopierer oder Bildbearbeitung.

Auch sonst bringt LibreOffice 6.3 einige Komfort-Verbesserungen mit: So haben die Entwickler in der Tabellenkalkulation Calc den Summen-Button durch ein Drop-down-Feld ersetzt, das auch Zugriff auf die Aggregationsfunktionen Summe, Durchschnitt, Minimum, Maximum und Anzahl bietet. In der Textverarbeitung Writer erstrecken sich Seitenhintergründe jetzt randlos über das gesamte Blatt – eine kleine Änderung, die manche Layoutaufgaben deutlich vereinfacht.

Verbesserungen unter der Haube sorgen dafür, dass die Office-Suite Dokumente schneller lädt, anzeigt und speichert. Der Geschwindigkeitszuwachs liegt je nach Dokument zwischen 40 und 99 Prozent. Außerdem kann LibreOffice jetzt Microsofts Vorlagenformate DOTX sowie XLTX schreiben und besser mit Microsoft-Office-Dokumenten umgehen. Neu ist auch die Option, PDFs nach dem Archivierungsstandard PDF/A-2 zu schreiben; der Vorgänger PDF/A-1 bleibt als Option erhalten.

Die Office-Suite steht nach wie vor kostenfrei für die Plattformen Linux, macOS und Windows zur Verfügung. (syt@ct.de)

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