c't 2/2019
S. 176
Know-how
WMI
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Alles-Verwalter

Windows clever managen mit WMI

Jede Windows-Installation enthält eine systemweite, universelle Datenbank mit Informationen zu Ausstattung und Konfiguration des Rechners. Sie heißt WMI und lässt sich nicht nur von Hand abfragen, sondern auch automatisiert per Skript. Administratoren können damit sogar Daten von allen Rechnern im Netzwerk einsammeln.

Den freien Platz auf den Laufwerken kann man mit dem Windows-Explorer ermitteln. Welche Benutzerkonten eingerichtet sind, verrät die Computerverwaltung. Was für Programme gerade laufen und wie viel Speicher jedes belegt, zeigt der Task-Manager an. Installierte Updates listet eine Seite der Einstellungen-App. Informationen über den Systemzustand findet man in Windows zuhauf, allerdings weit verstreut über viele Programme und Fenster. All die genannten Angaben – und unzählige mehr – stehen auch unter einer einheitlichen Schnittstelle zur Verfügung. Sie heißt Windows Management Instrumentation (WMI) und lässt sich mit Skripten sogar automatisiert abfragen. Außerdem können Administratoren per WMI Informationen von allen Windows-PCs im Netzwerk einsammeln.

WMI ist Microsofts Implementierung des Common Information Model (CIM), eines von der Distributed Management Task Force (DMTF) entwickelten Standards für das Management von IT-Systemen. Von der DMTF stammen außerdem die Spezifikationen des Web-Based Enterprise Management (WBEM), dessen Datenmodell CIM ist. Wissen muss man das alles nicht, aber die Abkürzungen werden Ihnen bei der Beschäftigung mit WMI früher oder später über den Weg laufen.

WMI ist seit Windows 2000 beziehungsweise Server 2003 fester Bestandteil jeder Windows-Installation. Darauf zugreifen kann man seit eh und je unter anderem per Windows Scripting mit VBScript oder über das Befehlszeilenprogramm wmic. Das aktuelle Mittel der Wahl ist allerdings die PowerShell. Wie man von ihr aus auf WMI zugreift, erklären wir im Folgenden detailliert.

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