c't 20/2019
S. 40
News
Anwendungen

Finereader 15 für PDF und Scans

Das OCR-Paket Finereader hat in Version 15 für Windows vor allem bei der Interpretation und Verarbeitung von PDF-Dokumenten dazugelernt.

Finereader 15 soll Tabellenstrukturen besser erkennen können als frühere Programmversionen.

Laut Hersteller Abbyy differenziert Finereader 15 in PDF-Dokumenten zwischen Fließtext und Text als Bestandteil eines eingebundenen Bildes. Mit künstlicher Intelligenz soll die neue Version erkennen können, welche Texte zur Kopf- oder Fußzeile eines Dokuments gehören und welchen Zellen die Texte aus einer Tabelle entsprechen. Insgesamt soll das Programm Dokumente um 15 bis 55 Prozent schneller verarbeiten als zuvor.

Im Ergebnis kann man mit Finereader 15 PDF-Dokumente auf ähnliche Weise bearbeiten wie Word-Dokumente in einer Textverarbeitung: Anwender können Absätze und Bilder arrangieren. Dabei soll sich der Textumbruch automatisch anpassen. Im Teamwork profitieren Nutzer von neuen Funktionen zum Kommentieren und Signieren von Dokumenten. Mehrere Anwender können Feedback miteinander austauschen. Außerdem kann die Software virtuelle Stempel anbringen, um dem Dokument einen Status zuzuordnen.

Finereader 15 kostet in der Standard-Edition 149 Euro. Für die Corporate-Edition sind 219 Euro fällig. Dafür erhält man zusätzliche Funktionen (jeweils Straßenpreis) automatisch zur Verarbeitung von bis zu 5000 Druckseiten pro Monat. Unternehmenskunden bietet Abbyy auf Anfrage netzwerktaugliche Volumenlizenzen, außerdem kann man das Paket 30 Tage lang kostenlos testen. (hps@ct.de)

Malprogramm Fresco von Adobe

Adobe Fresco soll Malwerkzeuge realistisch simulieren.

Adobe möchte mit dem Malprogramm Fresco das digitale Malen neu erfinden. Zielgruppe sind die Nutzer von iPad Pro, Microsoft Surface und Wacom Mobile Studio Pro. Frescos Werkzeuge simulieren Bleistift, Wasserfarben und Öl. Sie reagieren auf Druck und Neigung des Stifts und reproduzieren spezifische Eigenschaften. Beim Wasserfarbenwerkzeug fließen beispielsweise Pigmente und Wasser in Echtzeit ineinander.

Fresco unterstützt Photoshops Pinsel-Engine und soll Pinselspitzen in gängigen Formaten importieren können. Die App arbeitet in einer Auflösung von bis zu 8K. Neben Pixel-Werkzeugen unterstützt die App auch Vektorpinsel. Eine Glättungsfunktion zieht Vektorlinien gerade. Vektorzeichnungen lassen sich in den Formaten JPEG, PNG, PDF und PSD exportieren. Beim PDF-Export bewahrt Adobe Ebenen und Vektoren, sodass sich diese nach Import in Illustrator weiterverarbeiten lassen. Außerdem exportiert Fresco Timelapse-Videos, die das Entstehen einer Zeichnung dokumentieren. Die App soll auch Live-Streaming ermöglichen.

Adobe hat Fresco noch für dieses Jahr zunächst als iPad-Version in Aussicht gestellt. Der volle Funktionsumfang bleibt Creative-Cloud-Kunden vorbehalten. Adobe plant aber auch eine Version für Einsteiger. (akr@ct.de)

Reason 11

Für Nutzer von Cubase, Ableton & Co. war es bislang schwierig, auf die exzellenten Software-Synthesizer und Effekte von Reason zuzugreifen. Künftig ist eine Synchronisation über das Software-Protokoll ReWire jedoch nicht mehr nötig, denn das Synthesizer-Rack des kommenden Reason 11 lässt sich als VST3-Plug-in in viele andere Digital-Audio-Workstations einbinden – inklusive der Rack-Extentions anderer Hersteller.

Interessierte Musiker können sich auf www.propellerheads.com für eine Beta-Phase anmelden, bevor die neue Version am 25. September in den Handel kommt. Dort sind auch die zahlreichen Neuerungen der Standalone-Software aufgelistet. Für Logic-Nutzer soll bis zum Ende des Jahres eine AU-Version des Reason-Racks folgen. Preise schwanken je nach Ausstattung zwischen 79 und 549 Euro, Upgrades fangen bei 129 Euro an. (hag@ct.de)

Pinnacle Studio 23 Ultimate

Mit dem Selective Vectorscope von Pinnacle Studio 23 lassen sich Farbbereiche selektiv bearbeiten, beispielsweise Hauttöne.

Corel hat das Videoschnittprogramm Pinnacle Studio 23 Ultimate veröffentlicht. Mit der neuen Videomaskierung lassen sich Elemente retuschieren, klonen oder unkenntlich machen, indem man Effekte lokal anwendet oder mit Formen überlagert. Über Clip-Verschachtelung lassen sich Clips in Gruppen zusammenfassen, um die Zeitleiste übersichtlicher zu gestalten. Übergänge und Effekte soll man jetzt über Keyframes exakter steuern können.

Die Color-Grading-Werkzeuge enthalten nun Voreinstellungen für LUT-Profile (Look-up-Table). Farbeinstellungen eines Clips kann man kopieren und in andere Clips einfügen. Eine neue Funktion des „Selective Vectorscope“ soll die Korrektur ausgewählter Farbbereiche wie von Hauttönen erleichtern.

Dank Alphakanalunterstützung kann Pinnacle Studio nun Projekte mit transparentem Hintergrund exportieren. Außerdem kann es Videos als animiertes GIF exportieren. Audiospuren lassen sich mit den Audio-Essentials-Effekten von NewBlue versehen. Außerdem enthält die Ultimate-Version die Videoeffekte NewBlueFX.

Die Basisversion Pinnacle Studio kostet 59,95 Euro. Keyframes und Audio-Ducking gibts in der Plus-Version für 99,95 Euro. Die Ultimate-Ausgabe für 129,95 Euro bringt Videomasken und Effekte von NewBlueFX. (akr@ct.de)

Kommentieren