c't 21/2019
S. 158
Spielekritik
Action-Adventure
Aufmacherbild

Pokémon auf Speed

Astral Chain: Durchgedrehtes Action-Adventure im Anime-Stil

Rumballern, Rätsel lösen und mit Toiletten-Feen diskutieren: Das Switch-exklusive Actionfeuerwerk Astral Chain ist außergewöhnlich seltsam.

Ganz sachlich als „Action-Adventure“ bezeichnet Nintendo sein neuestes Switch-Exklusivspiel Astral Chain. Doch schon nach ein paar Minuten Spielzeit wird klar, dass Genre-Schubladen hier nicht so richtig funktionieren. Denn der japanische Entwickler PlatinumGames (NieR: Automata, Bayonetta) hat eine schwer einzuordnende, überaus wunderliche Mixtur zusammengerührt – und das ist durchaus positiv gemeint.

Die Hintergrundgeschichte ist noch am wenigsten originell: Als Mitglied einer Elite-Polizei-Einheit im Jahr 2078 muss man die Welt vor bösen Astralwesen aus einer fremden Dimension beschützen. Im Mittelpunkt steht ein junges Zwillingspaar, wobei man selbst entscheiden kann, ob man den weiblichen oder den männlichen Zwilling spielen möchte. Dass man es hier mit typisch japanischer Anime-Logik zu tun hat, fällt spätestens im Charakter-Auswahlmenü auf: Der weibliche Charakter trägt sexy Kniestrümpfe, die Oberschenkel bleiben unbedeckt – in der täglichen Polizeiarbeit dürfte das eher unpraktisch sein.

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