c't 21/2019
S. 70
Praxis
Funktions-Upgrades
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Bild: Albert Hulm

Schwere Pakete

Funktions-Upgrades und wie sie sich steuern lassen

Seit Windows 10 ist es vorbei mit der Ruhe: Regelmäßige Funktions-Upgrades tauschen das vorhandene Windows gegen eine neue Version aus. Das bringt immer wieder Probleme, doch viele davon lassen sich in den Griff kriegen oder von vornherein vermeiden.

Windows 10 hat schon durch die Erfassung von Telemetriedaten einen miesen Ruf, aber die vermutlich größte Nerverei an Windows 10 in der gelebten Praxis sind die Funktions-Upgrades – jene bislang halbjährlich gelieferten Pakete, die Windows 10 um neue Funktionen ergänzen. Immerhin blockieren sie den Rechner meist nicht mehr stundenlang mit diversen Neustarts, wie es noch mit den frühen Ausgaben der Fall war. Inzwischen erfolgt ein beträchtlicher Teil der Installation bereits vor einem Neustart recht unauffällig im Hintergrund. Die Neustartphase dauert auf modernen PCs daher mitunter nur noch zehn, vielleicht fünfzehn Minuten, doch auch die können lang werden, wenn ein Abgabetermin oder eine Präsentation keinen Aufschub duldet.

Zudem ändert es nichts daran, dass beim Einspielen auch der neuesten Versionen immer mal wieder etwas schiefgeht. In den meisten Fällen geht das mit einem Abbruch oder Absturz der Installation während einer der Neustartphasen einher – und im Extremfall auch mit immer wiederkehrenden Versuchen des Systems, das Upgrade einzuspielen. Das Konzept, die Anwender dauernd mit neuen Versionen des Systems zu versorgen, nennt Microsoft ironischerweise „Windows as a Service“ – streng genommen ein Begriff, der nur für Geschäftskunden stimmt, die Windows 10 über ein Abo-Modell nutzen.

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