c't 21/2019
S. 52
News
Anwendungen

Neue Filter für Skylum Luminar 4

Der Raw-Entwickler Luminar 4 bearbeitet Fotos mithilfe künstlicher Intelligenz. Im Herbst soll ein Update mit neuen Filtern für Landschafts- und Porträtfotos erscheinen.

Der „AI Skin Enhancer“ in Luminar 4 erkennt Gesichter und retuschiert Hautunreinheiten, er erhält aber die Porenstruktur.

Maschinelles Lernen soll bei Luminar manuelle Nacharbeit minimieren. Dazu enthält das Programm Algorithmen, die den Himmel bearbeiten, Kontrast erhöhen oder Hauttöne optimieren. Die Entwicklungseinstellungen lassen sich von einem auf andere Bilder übertragen.

Mit „AI Sky Replacement“ lässt sich der Himmel durch eines von über 20 Wolkenbildern austauschen. Die Maske wird über künstliche Intelligenz erzeugt und soll auch bei komplizierten Strukturen weder Halos noch Lücken hervorrufen. Die Farbtemperatur des Quellbilds passt das Programm automatisch an. Der „Landscape Enhancer“ bringt einen Regler zum Entfernen von Dunst mit, wie ihn auch andere Raw-Entwickler bieten. Eher ungewöhnlich ist die Simulation der goldenen Stunde: Sie taucht das Foto in warme Farbstimmung. „AI Structure“ beeinflusst den lokalen Kontrast über einen einzelnen Regler. Hauttöne behandelt der Filter schonender als beispielsweise eine Ziegelwand im Hintergrund.

Der „AI Skin Enhancer“ erkennt Gesichter und retuschiert Falten sowie Unreinheiten nach einem einzigen Reglerzug, ohne einen wächsernen Bildeindruck zu produzieren. Schatten, Poren, Haut und Sommersprossen soll er erhalten. Mit dem „Portrait Enhancer“ kann man Porträts über eine größere Anzahl an Reglern weiterbearbeiten. Der Filter bearbeitet beispielsweise die Farbe von Haut, Augenbrauen und Lippen.

Skylum Luminar 4 soll im Herbst für Windows und macOS erscheinen und etwa 100 Euro kosten. Es läuft selbstständig oder in Photoshop und Lightroom als Plug-in. (akr@ct.de)

Fiskalfähige Kassenbons

Das Sicherheitsmodul (links) wird an der Unterseite des Epson-Bondruckers TM-m30F eingestöpselt.

Epson hat ein Sicherheitsmodul im Sinne der deutschen Registrierkassenverordnung als Zubehör für seinen Kassenbondrucker TM-m30F herausgebracht. Es hat die Abmessungen einer Mikro-SD-Karte und passt in einen Slot des Epson-USB-Hub OT-UH30, der sich wiederum an den Bondrucker anstecken lässt. Neu gekaufte Drucker werden mit dem Modul ausgeliefert; bereits vorhandene Exemplare dieses Druckermodells kann man mit einem Fiskal-Upgrade-Kit nachrüsten.

Mit dieser Ausrüstung wird der Drucker für Einzelhändler, Gastwirte und Hotels fiskalfähig – damit erzeugte Kassenbons korrespondieren mit nicht manipulierbaren elektronischen Datensätzen, wie es der Gesetzgeber ab Anfang 2020 vorschreibt (siehe c’t 26/2016, S. 150). Diese Datensätze werden online oder beim Offline-Einsatz über gelegentliche Internet-Verbindungen in die Buchhaltungssoftware des Betriebs übertragen, wo sie revisionssicher gespeichert werden müssen. (hps@ct.de)

Kostenloser Fotoserver

Der Private-Cloud-Fotoserver PicApport 8 von Contecon Software kann nun Geodaten wie Reiserouten zusammen mit Fotos auf einer Karte darstellen. Dazu bindet er Karten von OpenStreetMap ein. Die Tracks lassen sich farbig darstellen. PicApport setzt jetzt eine SSL-Verbindung voraus. Die Zertifikate holt sich die Software dabei automatisch von letsencrypt.org. Über eine grafische Administrationsoberfläche kann man Serverstatus und -konfiguration anzeigen lassen, Konfigurationsdateien bearbeiten und Befehle ausführen.

Der für Privatanwender kostenlose Server verwendet Java und läuft daher plattformunabhängig unter Windows, macOS und Linux. Er stellt Fotos im LAN für alle Endgeräte bereit, die einen Webbrowser mitbringen. (akr@ct.de)

Partiturauszüge mit Steinberg Dorico 3

Dorico 3 bringt erweiterte Gitarrennotation inklusive Fingersätzen in der Notenansicht.

Steinbergs Notationsprogramm Dorico 3 ist in den Versionen Pro und Elements erschienen. Beide Versionen von Dorico 3 bringen Tabulatur-Unterstützung und erweiterte Funktionen zur Gitarrennotation inklusive Symbolen für Bending, Slide und Obertonspiel sowie klassischer Fingersätze. Die Anzahl von Saiten und Bünden lässt sich konfigurieren, sodass Dorico auch ungewöhnliche Instrumente mit Tabulaturen versehen kann, beispielsweise Banjos.

Das Programm bringt einen Editor für Akkord-Diagramme mit und notiert Harfenpedal-Diagramme. Zur Wiedergabe von Vokalklängen enthält es die Soundbibliothek für Chorklänge Olympus Choir Micro von Soundiron.

Die Pro-Version kann automatisch Partiturauszüge generieren. Ein Auszug zeigt die Noten mehrerer Instrumentalisten innerhalb einer reduzierten Anzahl an Notensystemen. Das spart Platz und lässt sich besser lesen. Änderungen an der Partitur überträgt das Programm selbstständig auf die Auszüge.

Dorico Pro 3 kostet 559 Euro. Studenten und Lehrer zahlen 359 Euro. Dorico Elements 3 kostet 99,99 Euro beziehungsweise 66,99 Euro als pädagogische Lizenz. Darüber hinaus bietet Steinberg Crossgrade-Preise. (akr@ct.de)

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