c't 21/2019
S. 44
News
Filmmaker Mode
Aufmacherbild

Anruf aus Hollywood

Fernseher sollen Filme und Serien wie vom Macher gewünscht anzeigen

Auf Initiative berühmter Filmemacher hat die UHD Alliance einen neuen Betriebsmodus „Filmmaker Mode“ spezifiziert, der für das optimale Seherlebnis sorgen soll. Erste TV-Hersteller sind an Bord.

Wer heute einen Fernseher kauft, kann sich sicher sein, dass dieser mit einem ab Werk aktiven Algorithmus ausgestattet ist, der zu den existierenden Videobildern Zwischenbilder berechnet und hinzufügt (Motion Smoothing oder Motion Interpolation, kurz Interpolation). Die TV-Hersteller reagieren damit auf den Umstand, dass Kinofilme trotz aller Digitalisierung nach wie vor mit einer Bildwiederholrate von 24 Bildern pro Sekunde gedreht werden – und sich bei der Wiedergabe auf dem Fernseher bei Schwenks ein gewisses Ruckeln einstellt.

Einige mögen die Zwischenbildberechnung wegen der flüssigeren Bewegungsdarstellung. Andere lehnen sie ab, weil Filme durch die Bearbeitung wie eine billige Videoproduktion aussehen (Soap-Effekt) – und haben dabei eine große Zahl von Filmemachern hinter sich, die im Hinzufügen der künstlich geschaffenen Bilder sogar einen Angriff auf ihre künstlerische Intention sehen.

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