c't 22/2019
S. 70
Titel
Digital Detox - Android
Aufmacherbild
Bild: Albert Hulm

Ich bin dann mal weg

Weniger Zeit mit Android-Smartphones verdaddeln und Störungen reduzieren

Sich von den Verlockungen und Störungen des Smartphones zu befreien ist bei Android zwar komplizierter als bei iOS, aber zum Smartphone-Suchti muss man auch hier nicht werden: Wir zeigen, wie Sie Android-Smartphones in die Schranken weisen.

Der Sog des Smartphones ist immens: Neue Nachrichten von Freunden, lustige Katzenfotos auf Instagram, neue Videos auf YouTube – und dann muss man noch das nächste Level bei Fortnite knacken. Es gibt immer einen guten Grund, das Smartphone in der Hand zu behalten oder aus der Tasche zu holen. Um sich der Klebewirkung von Apps zu entziehen, gibt es in Android passende Funktionen. Third-Party-Apps empfehlen wir nicht, denn damit verbreiten Sie womöglich unkontrolliert Infos über Ihr Nutzungsverhalten. Betriebssystemeigene Funktionen sind unter dem Menüpunkt „Digital Wellbeing & Jugendschutz“ zusammengefasst. Das Konzept wurde im Mai 2018 vorgestellt und ist seit Herbst in Googles Pixel-Smartphones mit Android 9 verfügbar. Mit Android 10 sollen es die anderen Smartphones bekommen, hieß es da. Samsung, Huawei und anderen Smartphone-Herstellern dauerte der Einbau der Detoxing-Funktionen wohl zu lange. Sie haben mittlerweile ihre eigenen Bedienoberflächen um solche Fähigkeiten ergänzt.

Zurzeit findet man bei Android noch den typischen Flickenteppich von Lösungen, die mal gut und mal weniger gut funktionieren und mal einfacher und mal schwieriger einzustellen sind. Daher können Sie zurzeit nicht alleine aus der Android-Version Ihres Smartphones darauf schließen, welche Digital-Wellbeing-Funktionen es beherrscht. Während zum Beispiel außer dem Google Pixel und Geräten mit Android One beispielsweise dem Nokia 8 auch das Motorola One Zoom und das Galaxy S10 von Samsung den Wellbeing-Menüpunkt haben, ist das beim OnePlus 5T mit Android 9 (Oxygen OS 9.0.8) nicht der Fall. Erst mit dem Versionssprung auf Android 10 wird die Funktion tatsächlich Allgemeingut – so wie im gerade vorgestellten OnePlus 7T.

Bei Samsung hat „Digitales Wohlbefinden“ in der hauseigenen Bedienoberfläche One UI Einzug gehalten, allerdings nicht auf allen Geräten. Die nützliche App-Kontrolle findet sich auf dem Galaxy S10 (ab One UI 1.1) sowie dem Galaxy Note 10 (mit One UI 1.5), aber noch nicht auf dem Galaxy Note 8 (One UI 1.0).

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