c't 22/2019
S. 56
aktuell
Web-Tipps

Gesichter aus der Maschine

generated.photos

100.000 Gesichter – und allesamt stammen sie nicht von echten Menschen, sondern wurden durch ein sogenanntes Generative Adversarial Network erzeugt, also ein künstliches neuronales Netz: Bei der Site 100,000 AI-Generated Faces – Free to use! handelt es sich um den ersten Arbeitsnachweis eines neuen Start-ups, das offenbar im großen Stil On-Demand-Inhalte erzeugen und seine Gesichter Website-Betreibern auch per API anbieten will. Anders als der Titel suggeriert, darf nicht jedermann die Bilder nutzen, sondern nach Angaben der Website-Betreiber derzeit nur Privatnutzer. Als Gegenleistung wird ein Backlink auf die Website erwartet. (jo@ct.de)

Social-Media-Bilder passgenau

promo.com/tools/image-resizer

pablo.buffer.com

pixlr.com/x

Ein hilfreiches Werkzeug, um ein Bild mal eben schnell für einen Social-Media-Kanal aufzubereiten, ist der Free Image Resizer von Promo. Er kennt etliche Bildabmessungen von Facebook, Instagram, Twitter, YouTube, Pinterest, LinkedIn, Snapchat, vom Google Display Network sowie ganz generell für E-Mail und Blog. Lädt man ein Bild hoch, zeigt das Werkzeug sofort eine Vorschau in allen verfügbaren Formaten an.

Mit einem Klick lässt sich das Bild bearbeiten. Das Tool setzt allerdings ein hochwertiges Bild als Grundlage voraus, denn die Editierfunktionen beschränken sich auf die Auswahl des Ausschnitts und „spiegeln“. Wer ein Bild mit Text aufpeppen will, ist bei Pablo von Buffer besser aufgehoben. Für darüber hinausgehende, ebenso kostenlose Bearbeitungsfunktionen empfiehlt sich ein vollwertiges Bildbearbeitungsprogramm wie die Web-Version von Pixlr. (jo@ct.de)

Alternativen zum Allgegenwärtigen

nomoregoogle.com

Google ist die Nummer eins bei der Suche, klar. Googles E-Mail-Dienst Gmail ist für viele Nutzer ebenso nicht mehr wegzudenken, genauso wie YouTube, Google Photos und Google Docs und, und, und … Google sammelt mit jedem dieser Dienste Daten seiner Nutzer. Und mit der Vielfalt der Informationen ergibt sich ein sehr facettenreiches Bild.

Wer sich das bewusst macht und sich dann vielleicht zumindest ein Stück weit aus der Abhängigkeit von Google befreien will, der sucht oft lange nach Alternativen zu den Angeboten des Suchmaschinenkonzerns. Dabei gibt es für alle Dienste leistungsfähige Pendants von anderen Anbietern. Der niederländische Entwickler und Entrepreneur Pieter Levels hat es sich mit No More Google zur Aufgabe gemacht, auf seiner Website solche Google-Alternativen zusammenzutragen.

(jo@ct.de)

DDR-Geschichte auf Schmalfilm

www.open-memory-box.de

Wie war das Leben in der DDR? Den westdeutschen Blick auf das „andere“ Deutschland prägte bisher fast auschließlich die Berichterstattung in den Westmedien. Der schwedisch-argentinische Filmproduzent Alberto Herskovits und der kanadischen Politikwissenschaftler Professor Laurence McFalls wollen dem eine private Perspektive aus der Mitte der ostdeutschen Gesellschaft entgegenstellen.

2013 riefen sie das Projekt Open Memory Box ins Leben, in dessen Rahmen sie private Filme sammelten. Mehr als 415 Stunden Material haben sie zusammengetragen, die zwischen 1947 und 1990 von 150 Familien in der DDR gedreht wurden – von Kindergeburtstagen bis zu Begräbnissen, von 1.-Mai-Kundgebungen bis zur Republikflucht. Das Archiv lässt sich nach Schlagworten durchsuchen. (jo@ct.de)

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