c't 22/2019
S. 33
aktuell
Grafikkarten, Prozessoren

Günstige Spieler-Grafikkarten für Full-HD-Auflösung

Mit der Radeon RX 5500 und der RX 5500M im Notebook will AMD Spieler mit kleinerem Budget ansprechen.

Spieler, die moderne Technik zum moderaten Preis wollen, könnten bei AMDs neuen Mittelklasse-Grafikkarten der RX-5500-Reihe aufhorchen. Für flüssiges Spielvergnügen in 1920 × 1080 Pixel ausgelegt, kommen in den nächsten Wochen ein Notebook-Grafikchip und die Desktop-Karten.

Beide Varianten nutzen AMDs aktuelle, für Spiele optimierte RDNA-Technik aus der RX-5700-Reihe in Form des in 7-Nanometer-Grafikchips Navi 14. Dazu gibt es 4 und optional 8 GByte großen und 224 GByte/s flotten GDDR6-Grafikspeicher. Mit 1408 Shader-Rechenkernen und typischem Gaming-Takt bis zu 1717 MHz im Desktop-PC dürfte die Karte etwas mehr als halb so schnell wie die großen Geschwister sein. Laut AMD-internen Benchmarks ist die RX 5500 circa 20 Prozent schneller als die Radeon RX 480 – also in etwa zwischen den aktuell für unter 200 Euro angebotenen RX 580 und 590. In ausgewählten Tests liegt die PCIe-4.0-Karte demnach zwischen 30 und 50 Prozent vor der 150 Euro teuren GeForce GTX 1650. Nvidia will mit der GTX 1650 Super und 1660 Super kontern.

Die Karten werden nur von AMD-Partnern auf den Markt kommen. Sie haben 150 Watt TDP und einen Achtpol-Anschluss zum Netzteil. Bis Ende 2019 gibt AMD zu den Karten wahlweise Borderlands 3 oder Tom Clancy’s Ghost Recon Breakpoint sowie den XBox Game Pass PC drei Monate lang dazu.

Die mit 1414 MHz niedriger taktende 4-GByte-Mobilvariante RX 5500M (85 Watt TDP) wird es ab zunächst im MSI-Notebook Alpha 15 geben. (csp@ct.de)

Business-Prozessoren

Für Office-PCs bietet AMD nun auch Ryzen-Pro-Prozessoren der dritten Generation mit Zen-2-Architektur sowie Kombiprozessoren mit Zen+-Rechenwerken und Vega-GPU an. Die acht CPUs mit 36 Monaten Garantie liefert der Chiphersteller ausschließlich an PC-Hersteller. Im Unterschied zu den Consumer-Varianten enthalten sie zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie einen vollständig verschlüsselbaren Arbeitsspeicher.

Erhältlich sind die in 7 nm gefertigten Sechs-, Acht- und Zwölfkerner Ryzen 5 Pro 3600, Ryzen 7 Pro 3700 und Ryzen 9 Pro 3900 mit jeweils 65 Watt Thermal Design Power. Diese bieten dank Simultaneous Multithreading ausreichend Leistung für Software-Entwickler und die Erstellung digitaler Inhalte.

Zu den Kombiprozessoren mit vier Kernen und 12-nm-Technik zählen die 65-Watt-Chips Ryzen 3 Pro 3200G und Ryzen 5 3400G sowie die 35-Watt-Varianten Ryzen 3 Pro 3200GE und Ryzen 5 Pro 3400GE. Preiswertester Prozessor ist der Dual-Core Athlon Pro 300GE. Diese CPUs mit integrierter Vega-Grafik eignen sich für Office-Programme und Webanwendungen. Erste Systeme mit den neuen Ryzen-Pro-CPUs sollen in Kürze erhältlich sein. (chh@ct.de)

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