c't 22/2019
S. 32
aktuell
Netze

Netzwerkspeicher für flotte LANs

Dank ihres NBase-T-Ports sollen Buffalos NAS-Serien TS3020 und TS6200/6400 Daten mit bis zu 500 MByte/s annehmen und ausliefern können.

Buffalo hat seine NAS-Serien TS3020 und TS6200/6400 mit NBase-T-LAN-Ports bestückt, die die Daten mit maximal 2,5 GBit/s beziehungsweise 10 GBit/s transportieren.

Mit sechs NAS-Gehäusen für Desktop- und Rack-Einsatz, die mit NAS-Festplatten bestückt betriebsfertig geliefert werden, modernisiert Buffalo sein Netzwerkspeicher-Programm: Die TS3020-Serie umfasst drei Modelle mit zwei und vier Bays, die in Gesamtkapazitäten von 2 bis 32 TByte für Preise zwischen 450 und 2040 Euro zu haben sind. Als Antrieb dient ein mit 1,4 GHz getakteter Quad-Core-ARM-Prozessor AL214. Er kann auf 1 GByte RAM zugreifen und liefert die Daten über zwei Ethernet-Ports aus, von denen einer gemäß NBase-T bis 2,5 GBit/s arbeitet.

In den 6000er-Geräten schlägt ein Atom-C3000-Herz mit 8 GByte ECC-RAM (TS6200: C3338, Dual-Core, 1,5 GHz, TS6400: C3538, Quad-Core, 2,1 GHz). Die LAN-Anbindung läuft über drei Ethernet-Ports, von denen einer mit NBase-T bis 10 GBit/s hoch geht. Hier stehen mit zwei oder vier Bays Gesamtkapazitäten von 4 bis 32 TByte zur Wahl, der Preis rangiert zwischen 840 und 2650 Euro.

Die 3020-Serie sieht Buffalo am besten bei anspruchsvollen Anwendern im Small Office/Home Office (SOHO) oder in kleinen Firmen platziert. Die 62/64er-Baureihe soll eher als firmenübergreifender Netzwerkspeicher arbeiten und mindestens 50 Clients gleichzeitig ohne Leistungseinbuße bedienen können. Beide Serien installieren beim Einrichten das Betriebssystem von einem austauschbaren internen Speicher (MicroSD-Card-Träger) auf die NAS-Platten, was Buffalo „Duplex System Firmware-Boot“ nennt. Dieser Kniff soll bei korrumpierter OS-Partition den Weiterbetrieb ohne Technikereinsatz garantieren, indem das NAS beim nächsten Reboot das Betriebssystem schlicht neu installiert. (ea@ct.de)

POF fürs WLAN

Der OEM-Hersteller Comtrend will POF (polymere optische Faser, Kunststofflichtleiter) aus der Nische holen und in Mesh-WLAN-Systeme integrieren: Statt die Daten drahtlos zwischen Router und Repeatern zu transportieren, sollen die Fasern als Backbone mit Gigabit-Geschwindigkeit dienen. Ein Router könnte dafür zwei POF- und zwei Kupfer-Gigabit-Ethernet-Ports bekommen. Als POF-Transceiver wählte Comtrend den KD 1001 der spanischen Firma KDPOF, der auch in Fubas WebFiber-Set steckt (Test in c’t 12/2017, S. 58, ct.de/yrwa).

Die Deutsche Telekom nahm POF 2006 ins Programm, aber es verschwand bald wieder in der Nische. Die Technik könnte neuen Schwung bekommen, wenn Providerkunden damit ausgerüstete Router und WLAN-Basen zu ihrem Internetvertrag dazubekommen. Wer die Mühe des Kabelverlegens auf sich nimmt, könnte statt dünnerem Gigabit-POF aber auch gleich zu einem dickeren 10-Gigabit/s-fähigen Kupferkabel greifen. (amo@ct.de)

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