c't 23/2019
S. 136
Praxis
PowerPoint-Folienmaster
Aufmacherbild

Dasselbe in Grün

PowerPoint-Präsentationen einen professionellen Look verpassen

Bei Präsentationen geht es ums Sehen und Gesehenwerden. Ein bisschen Deko gehört einfach dazu. In PowerPoint gibt es dafür Folienmaster, die man mit Firmenlogo & Co. bestücken kann. Anschließend lassen sich bequem die eigentlichen Inhalte einfügen. Etwas schwieriger wird es, wenn die Inhalte schon da sind und man ihnen einen neuen Master überstreift.

Als Folienmaster wird in PowerPoint die Summe aller Definitionen bezeichnet, die Aufbau und Gestaltung der Folien einer Präsentation festlegen. Ein Master umfasst immer den ganzen Satz an Folien-Layouts mit Namen wie „Titel und Inhalt“, „Vergleich“, „Bild mit Überschrift“ und so weiter. PowerPoint legt in einer Masterdatei zunächst die 12 Standard-Layouts an. Der Benutzer kann einzelne davon löschen und auch neue hinzufügen.

Zum Master gehört auch ein Farbschema – das kann eines der in PowerPoint mitgelieferten Farbsets sein oder eine selbst zusammengestellte Gruppe von zwölf Farben. Wenn im Master das Firmenlogo oder ein vergleichbares zentrales Element verwendet wird, kann man das Set aus darin verwendeten Farben individuell zusammenstellen. Auch die Standard-Schriftarten werden durch den Folienmaster bestimmt. Man kann eine Schriftart für die Überschriften und eine zweite für alle anderen Text-Platzhalter auswählen. Wer Einheitlichkeit vorzieht, legt einfach zweimal dieselbe Schrift fest.

Nach wie vor ist es allerdings so, dass es in Microsoft Office unterschiedliche Gestaltungskonzepte gibt, die sich mitunter in die Quere kommen. Beispielsweise kann ein Farbschema auch unabhängig von einem Folienmaster festgelegt und genutzt werden. Dann gibt es auch noch die sogenannten Office-Designs. Sie lassen sich als Datei mit der Endung .thmx speichern und umfassen Definitionen für Farbset, Schriftart, Effekte und Hintergrund, aber keine Folien-Layouts.

Die Farben des Firmenlogos lassen sich mit der Pipettenfunktion auf andere Zeichenobjekte übertragen.

Sowohl Farbschema als auch Designs kann man zum Gestalten von Office-Dateien verwenden – sie also in PowerPoint, aber auch in Word oder Excel nutzen. Bei PowerPoint kommen zusätzlich noch die Folienmaster ins Spiel, die man explizit als Vorlage mit der Endung .potx oder auch einfach in Form einer Präsentation mit der Endung .pptx weitergeben kann. Wie alle diese Konzepte – mehr oder weniger gut – zusammenspielen, haben wir in [1] auseinandergedröselt.

Im Folgenden soll es nur um POTX-Vorlagendateien gehen. Der erste Teil des Artikels erklärt, wie man einen eigenen Master anlegt. Der zweite Teil erklärt, was passiert, wenn man einen fremden Master für eine bestehende Präsentation verwendet.

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