c't 23/2019
S. 82
Titel
Private Blockchains: Eigenbau
Aufmacherbild
Bild: Albert Hulm

Vertraue niemandem

Eigene Blockchain-Anwendung entwickeln

Blockchains eignen sich für Umgebungen, in denen niemand dem anderen vertraut und man dennoch Geschäfte machen will. Daher ist die Verwaltung einer Kaffeemaschine im Großraumbüro ein hervorragendes Beispiel für ein Einstiegsprojekt in die Blockchain-Entwicklung.

Beiträge über den theoretischen Nutzen von Blockchains gibt es viele – um sich aber selbst einen Eindruck zu verschaffen, wie die Lösung eines Problems mit dieser Technik abläuft, und ein fundiertes Urteil zu bilden, sollte man selbst Hand angelegt haben. Doch beim Lesen der Dokumentationen stellt man schnell fest, dass die Macher der großen Blockchain-Frameworks den Einstieg nicht gerade leicht machen und die Suche nach einem anschaulichen Praxisproblem nicht ganz ohne ist, wenn man nicht gerade in der Logistikbranche zu Hause und mit den typischen Problemen vertraut ist.

In diesem Artikel soll es daher um ein typisches Alltagsproblem gehen, das man mit Blockchain lösen kann und das sich jeder vorstellen kann: In einem Großraumbüro steht ein Kaffeevollautomat, aus dem eine bestimmte Menge Kaffee entnommen werden kann, bevor sie aufgefüllt werden muss. Außerdem verschmutzt die Maschine nach einer bestimmten Anzahl Tassen, sodass sich jemand finden muss, um sie wieder zu reinigen. Bisher gab es im Büro regelmäßig Streit um die Verteilung der lästigen Pflichten Putzen und Nachfüllen – eine Papierliste, auf der sich die Mitarbeiter eintragen konnten, erwies sich als nicht ausreichend manipulationssicher und einige Kollegen wurden immer wieder verdächtigt, sich erfolgreich vor der Arbeit zu drücken. So weit die Ausgangslage.

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