c't 23/2019
S. 60
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Anwendungen

Mehr KI für Photoshop und Premiere Elements 2020

Adobes Bildbearbeitung Photoshop Elements 2020 unterstützt Auswahl, Kolorierung und Hautretusche mit künstlicher Intelligenz. Premiere Elements 2020 erstellt Zeitraffervideos und reduziert Bildrauschen.

Ein neuer Assistent koloriert in Photoshop Elements 2020 automatisch über künstliche Intelligenz.

Adobe hat die Bildbearbeitung Photoshop Elements 2020 und das Videoschnittprogramm Premiere Elements 2020 veröffentlicht. Viele neue Funktionen nutzen die künstliche Intelligenz des KI-Frameworks Adobe Sensei. Schon der Startbildschirm zeigt automatisch generierte Fotoeffekte wie Schwarz-Weiß-Umsetzung mit Farbakzenten, Partikeleffekte oder künstliche Tiefenunschärfe. Der Organizer konnte bereits zuvor Fotos über KI verschlagworten. Nun kategorisiert er auch Videos.

Ein neuer Assistent koloriert automatisch Schwarz-Weiß-Fotos. Ein anderer wählt Motive mit einem Klick aus. Photoshop CC hat bereits seit einiger Zeit diese Funktion an Bord, die vor allem bei Motiven vor unscharfem Hintergrund gut funktioniert. Über einen Assistenten zur Hautretusche kann man mit einem Reglerzug Unreinheiten und Pickel retuschieren. Wiederum hat Photoshop Elements hier von Photoshop CC gelernt, das bereits einen Dialog zur Hautretusche über Regler enthält.

Das Videoschnittprogramm Premiere Elements 2020 enthält ein einfach zu bedienendes Werkzeug zur Reduktion von Bildrauschen. Ein neuer Assistent wandelt eine Fotoserie oder einen Clip in ein Timelapse-Video. Ein weiterer tauscht den Himmel in einem Videoclip gegen einen animierten Hintergrund aus. Ein dritter hinterlegt vertikal aufgenommene Videos im 16:9-Format mit einer unscharfen Kopie des Videos.

Photoshop Elements 2020 und Premiere Elements 2020 stehen ab sofort für Windows sowie für macOS zur Verfügung und kosten jeweils 98,77 Euro, im Bundle 148,75 Euro. (akr@ct.de)

Einfacher malen mit Corel Painter Essentials 7

Painter Essentials 7 setzt Fotos in verschiedenen Stilen um wie hier als Van-Gogh-Gemälde.

Das Malprogramm Painter Essentials richtet sich an Einsteiger, die noch keine oder wenig Erfahrung mit digitaler Malerei haben. Das schlägt sich in einer vereinfachten, dunklen Bedienoberfläche nieder. Werkzeug- und Symbolleiste sowie Einstellungspaletten sind überschaubar, großzügig und übersichtlich angeordnet. Das Programm zoomt und dreht nun GPU-beschleunigt.

Mit Spitzenschablonen für Malwerkzeuge trägt man bei jedem Pinselstrich mit der Farbe auch Papier- oder Leinwandtextur auf; Painter Essentials bringt etliche Schablonen mit. Eine neue Pinselkategorie mit dynamischen Malwerkzeugen erzeugt bei jedem Strich mehrfarbige Sprenkel. Größe, Kantenschärfe und Streuung der Partikel lassen sich steuern. Neue Lasurwerkzeuge bauen die Deckkraft während des Pinselstrichs auf, sodass sich Farben beim Malen mischen.

Mit künstlicher Intelligenz trainierte Filter wandeln Fotos in den Stilen Aquarell, Buntstifte, Bunte Tupfer, Impressionist, Glattes Acryl, Van Gogh, Aquarellporträt und Kohlezeichnung. Diese Effektumsetzungen können als Basis für eigene Malereien dienen. Aus einer neuen Bibliothek in der Kategorie F-X mit Strahldateien lassen sich Bildelemente wie Blüten- oder Tierbilder auswählen und auf die Leinwand auftragen.

Painter Essentials 7 steht für Windows sowie für macOS zur Verfügung und kostet 39,99 Euro.(akr@ct.de)

DxO PhotoLab 3 bringt verbesserte Farbkorrektur

Ein Farbrad erleichtert im HSL.Dialog die Auswahl eines Farbbereichs. Über die Regler darunter kann man diesen bearbeiten.

Der französische Software-Hersteller DxO hat den Raw-Entwickler PhotoLab in Version 3 veröffentlicht. Die integrierte Bilddatenbank unterstützt nun Stichwörter, die sie aus XMP-Dateien ausliest oder durch Nutzereingabe direkt entgegennimmt.

Einige neue Funktionen verbessern die selektive Bearbeitung und Retusche. Das Reparaturwerkzeug stempelt mit variabler Kantenschärfe und Deckkraft. Außerdem steht es in den Modi Reparieren und Kopieren zur Verfügung. Der Kopiermodus entspricht einem einfachen Stempelwerkzeug. Der Repariermodus rekonstruiert die Textur ohne direkte Quellenaufnahme aus der Umgebung. Lokale Anpassungen lassen sich in Ebenen mit den Kontrollpunkten von Nik Software, mit Verlaufsfiltern oder über einen Maskenpinsel auftragen. Ebenen lassen sich nun invertieren und in variabler Deckkraft anwenden.

Ein neues Korrekturwerkzeug stellt ein Farbrad zur Verfügung, das der Farbkorrektur in Capture One ähnelt. Es bearbeitet die Eigenschaften des HSL-Farbmodells, Farbton (Hue), Sättigung und Luminanz. Mit den beiden Ankerpunkten im inneren Ring definiert man den Farbbereich, mit denen im äußeren Ring den Übergang zu anderen Farben. Mit der hinausragenden Stecknadel am Rand kann man den gewählten Bereich umfärben. Sättigung, Luminanz und Angleichung des betreffenden Bereichs beeinflussen die Regler darunter.

PhotoLab 3 ist bis 24. November zum Einführungspreis erhältlich. Die Essential Edition kostet 99,99 Euro statt 129 Euro, die Elite Edition 149,99 Euro statt später 199 Euro. Die teurere Version bietet Rauschreduzierung mit Prime und die Bildverbesserung ClearView Plus. Außerdem lässt sie sich auf drei statt zwei Rechnern nutzen. Beide Editionen enthalten seit Juni die Effekt-Plug-ins der Nik Collection für kreative Farbverfremdung, Schwarz-Weiß-Umsetzung und Simulation analoger Prozesse. (akr@ct.de)

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