c't 23/2019
S. 50
aktuell
Smart Home

Smarter Türöffner: Nello One vor dem endgültigen Aus

Der schwarze Nello One wurde in der Wohnung des Nutzers mit dessen Gegensprechanlage verbunden und konnte fortan die Haustür auf Befehl oder automatisch öffnen.

Bereits Ende Juli hatte das hinter dem Smart-Home-Türöffnersystem Nello stehende Unternehmen Locumi Labs Insolvenz angemeldet. Nun teilte das Münchener Start-up seinen Kunden mit, dass man sich nach der erfolglosen Suche nach Investoren gezwungen sehe, den Betrieb des Nello-Servers einzustellen. Ohne diesen lässt sich der smarte Haustüröffner für Mehrfamilienhäuser „Nello One“ allerdings nicht nutzen, womit sich das seinerzeit für rund 150 Euro verkaufte Smart Lock in Elektroschrott verwandelt.

In seiner Mail erklärte Locumi Labs, es gäbe noch einen Hoffnungsschimmer: Man „arbeite aktuell an einer Lösung, welche wir dir in Kürze vorstellen werden“. Eine konkrete Lösung lieferte das Unternehmen bis zum Redaktionsschluss nicht, immerhin wurde die zunächst für den 18. Oktober angekündigte Abschaltung des Servers zwei Tage zuvor auf unbekannte Zeit verschoben. Das Nello-API lässt sich aber bereits nicht mehr nutzen. Nachfragen können Kunden an Locumi nicht mehr stellen, da das Unternehmen seinen Kundensupport eingestellt hat. (nij@ct.de)

Überwachungskamera Blink XT2 jetzt erhältlich

Die Bewegungserkennung der 71 mm × 71 mm × 34 mm kleinen und 89 Gramm leichten Blink XT2 wurde gegenüber dem Vorgängermodell verbessert.

Die von Amazon im Mai vorgestellte batteriebetriebene Überwachungskamera Blink XT2 für den Innen- und Außenbereich ist jetzt auch in Deutschland erhältlich. Die Bildauflösung der IP-Cam beträgt 1080p bei 30 fps, eine Zwei-Wege-Audio-Funktion ermöglicht Gespräche mit Personen im beziehungsweise am Haus. Wer möchte, kann das Kamerabild auf einem Amazon Echo Spot, Echo Show, Echo Show 5 oder FireTV Cube ausgeben, inklusive Sprachsteuerung über Alexa.

Eine laut Amazon verbesserte Bewegungserfassung ermöglicht es, über Aktivitätszonen festzulegen, wo Bewegungen erfasst werden. Dies soll Fehlalarme minimieren. Die Videos der Blink XT2 werden ohne zusätzliche Kosten in der Cloud gespeichert.

Mit zwei AA-Batterien soll die Blink XT2 bis zu 22 Stunden lang Video kontinuierlich streamen und aufzeichnen können – doppelt so lange wie die Vorgängerin Blink XT. Soll lediglich bei Bewegungserkennung aufgezeichnet werden, hält der Batteriesatz laut Amazon bis zu zwei Jahre. Alternativ ist ein Netzbetrieb möglich, das nötige USB-Netzteil samt Kabel liegt der Kamera bei. Die Blink XT2 kostet im Set mit dem zusätzlich nötigen Sync-Modul rund 120 Euro, Amazon bietet zudem Bundles mit mehreren Kameras an. (nij@ct.de)

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