c't 24/2019
S. 184
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Illustration: Albert Hulm, Berlin

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Sieben Tage mit Reisegeschwindigkeit Mach 11 sind das Äußerste an Autonomie, was man Kapitän Raúl Moreno zugestanden hat. Dann nimmt die INEX-Flugleitzentrale ihm das Kommando über die „Makkabäus“ wieder ab. Sie überantwortet die Navigation des Schiffes ihren Lotsen auf der Tranx-Station zwischen dem Asteroidengürtel und dem Jupitersystem.

Die „Makkabäus“ ist ein Geschoss aus der Anaconda-Werft: strahlend weiße Acrylkeramik, siebzig Meter lang, weder Stufen noch Spoiler. Das schnittige Raumfahrzeug ist mit drei Saratow-170-Reaktoren ausgerüstet. Die treiben es mit kurzen TPH-Schüben durch die alles in allem ziemlich leeren Weiten des Raums. Ein mit Automatisierungsprotokollen überfrachteter Frachter, der sich den Luxus einer fünfköpfigen Besatzung leistet, auf dem Weg vom Asteroiden G-70 zum Habitat Ananke auf einem der Jupitermonde.

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