c't 25/2019
S. 152
Test & Beratung
Lärmmess-Apps für iOS
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Über die Schmerzgrenze

Fünf Schallpegel-Apps für iOS im Test

iOS-Apps profitieren oft davon, dass die in iPhones eingebaute Hardware den Entwicklern bekannt ist. Gilt das auch für Lärmmess-Apps, die eng mit dem Mikrofon des iPhones zusammenspielen? Dieser Frage sind wir im Messlabor nachgegangen.

Damit eine Lärmmess-App brauchbare Werte liefert, kommt es auf ein gutes Zusammenspiel zwischen Hard- und Software an. Im Test von Android-Apps, die aus den Android-Smartphones einen Schallpegelmesser machen sollen [1], stellten wir fest: Nur mit einer optimalen App-Smartphone-Kombination gelingen zuverlässige Messungen. Viele Apps überzeugten auf einem Testgerät und patzten auf dem nächsten.

In diesem Test stellen wir fünf iOS-Apps vor, die das iPhone zum Lärmmesser machen. Sofern die Entwickler die Eigenarten der Hardware berücksichtigen, sollten die Laborergebnisse im Test besser ausfallen als bei den Apps für Android – so unsere Vermutung vor Testbeginn. Bekannte Nichtlinearitäten eines Mikrofons lassen sich nämlich durch eine hinterlegte Korrekturkurve in gewissen Grenzen kompensieren. Welche Genauigkeit iPhone-Besitzer beim Messen erwarten können, prüften wir im Labor mit zwei Testgeräten, dem etwas älteren, aber immer noch sehr verbreiteten iPhone 7 Plus und einem aktuelleren iPhone XS.

Zwei Teilnahmebedingungen galten für den Test: Einerseits erwarteten wir von den Apps, dass sie den Schalldruckpegel (SPL) nicht nur in der Maßeinheit Dezibel (dB), sondern zur gehörrichtigen Bewertung wahlweise auch mittels A-Filter messen können [2]. Außerdem sollten die Apps kalibrierbar sein.

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