c't 25/2019
S. 126
Praxis
ext-Partitionen am Mac

Schreibleser

Linux-Medien mit Macs mounten, schreiben und lesen

Von Haus aus bringt der Mac kein Filesystem für Linux-Medien mit, die im ext-Format beschrieben sind. Das lässt sich mit ein wenig Maus- und Tastaturstreicheln nachrüsten. So kann man zum Beispiel ein defektes Boot-Medium eines Raspi analysieren.

Apple hätte das Linux Extended file system, kurz ext, längst auf Macs implementieren können, die Quellen liegen ja offen. Es hat allerdings den Anschein, dass der große Konzern Berührungen mit dem Open-Source-Betriebssystem meiden will. Dabei ist das ext-Dateisystem für Macs nützlich, um etwa Dateien zwischen den beiden Plattformen per USB-Stick auszutauschen. Und Apple-User, die mal eben nach dem Rechten sehen wollen, wenn ihr Raspi Schluckauf hat, brauchen für die Analyse einer ext-Partition kein Linux auf dem Mac einzurichten.

Für solche Zwecke eignet sich das Software-Päckchen „extFS für Mac“ der Firma Paragon; es kostet 40 Euro. Es gibt aber auch kostenlose quelloffene Alternativen, etwa ext4fuse von Gerard Lledó und fuse-ext2 von Alper Akcan. Beide sind auf GitHub veröffentlicht (siehe ct.de/yhhs).

Wir haben alle drei, extFS, ext4fuse und fuse-ext2 auf verschiedenen Macs mit unterschiedlichen macOS-Versionen ausprobiert und mit fuse-ext2 gute Erfahrungen gemacht. Vor allem, weil Macs damit nicht nur von ext-Partitionen lesen, sondern darauf auch schreiben können. Mit ext4fuse kamen in unseren Tests Schreibzugriffe gar nicht und mit extFS nicht zuverlässig zustande.

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