c't 25/2019
S. 116
Test & Beratung
High-End-Smartphones
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Luxus und Tricks

Acht High-End-Smartphones

Klar, von einem teuren Smartphone erwartet man die höchste Geschwindigkeit, die knackigsten Fotos, das beste Display und die längste Versorgung mit Updates. Gerne darf es aber auch ein bisschen mehr Innovation sein als einfach nur Superlative – und da wird es knapp. Die Spitzenmodelle von Apple, Google, Huawei, LG, Oneplus, Samsung, Sony und Xiaomi im Vergleich.

Ob das Lieblingstelefon ein besonders großes Display oder eine besonders kompakte Bauform haben soll, sieht jeder Nutzer ein bisschen anders. Einige Hersteller tragen dem Rechnung, indem sie ihre High-End-Modelle in verschiedenen Größen anbieten. Bei der Bauform gibt es eine echte Innovation, nämlich die faltbaren Smartphones. Sie sparen zwar nicht an Gewicht und Volumen, aber am Packmaß. Einen Test des Samsung Galaxy Fold bringen wir auf Seite 112.

In diesem Artikel testen wir acht (nicht klappbare) High-End-Smartphones: Apple iPhone 11 Pro Max, Google Pixel 4 XL, Huawei P30 Pro, LG G8X, OnePlus 7T, Samsung Galaxy S10+, Sony Xperia 1 und Xiaomi 9T Pro. Von der Leistung her gehört auch das Oppo Reno 10x Zoom in diese Riege (siehe c’t 17/2019, S. 84), doch hier entfällt es, weil es in Deutschland nur als Import zu bekommen ist.

Apple, Google, Samsung und Sony haben kleinere Versionen im Angebot, die sich in nur wenigen Details unterscheiden, sodass man nach Gewichts- und Größenpräferenzen entscheiden kann: iPhone 11 Pro, Pixel 4, Galaxy S10 und Xperia 5 – aber Achtung, das iPhone 11 (ohne Pro) und das Galaxy S10e leisten weniger. Etwas hochwertiger und größer als das S10+ sind die Varianten mit Stift, Note 10 und Note 10+ (siehe c’t 20/2019, S. 108); hierauf gehen wir nicht näher ein.

Innovationen

Alle Testkandidaten übertrumpfen ihre Vorgänger etwa bei Prozessorgeschwindigkeit, doch abseits dieses Höher-schneller-weiter gibt es wenig.

Eine der wenigen Innovationen ist der Radar-Chip von Google, wodurch man das Pixel per Handgesten steuert, ohne das Gerät zu berühren. An einer Gestensteuerung haben sich schon einige Hersteller versucht und dazu entweder die Frontkamera oder den Bewegungssensor des Handys ausgewertet – mit durchwachsenem Erfolg. Beim Samsung Note 10 muss der Nutzer gar einen Stift entnehmen, dort den Knopf gedrückt halten und dann kontrolliert herumfuchteln.

Googles Motion Sense genannte Gestenerkennung funktioniert hingegen unkompliziert und zuverlässig. Allerdings nutzt das Pixel sie nur selten, beispielsweise zum Abschalten des Weckers oder zum Starten des nächsten Musikstücks. Google könnte weitere nützliche Gesten nachreichen, die etwa auch durch die Hosentasche hindurch funktionieren.

Einige Hersteller versuchen sich an besserer Software, teils unter dem eher verschleiernden als verdeutlichenden Label „KI“. Das mag kleine Vorteile etwa bei der Foto- und Videobearbeitung geben, die aber eher unter Evolution fallen als Innovation. Manches bleibt nicht den Spitzen-Smartphones vorbehalten, sondern landet über kurz oder lang auch auf anderen Geräten des Herstellers.

Googles beeindruckende Transkriptionsfunktion soll beispielsweise auch auf älteren Pixel-Modellen landen. Sie wandelt Gesprochenes direkt in Text um und erlaubt sogar eine Suche nach Tönen. Das Ganze funktioniert offline, weil Google die auch vom Google Assistant genutzten Spracherkennungsdaten von 100 auf 0,5 GByte geschrumpft hat – leider derzeit nur die englische Version.

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