c't 25/2019
S. 56
aktuell
Smartphone, Smart Home

Smartphone mit 108-Megapixel-Kamera und Makro

Das Xiaomi Mi Note 10 lockt nicht nur mit Fünffach-Tele, Makro und hoher Auflösung, sondern auch mit fettem Akku. Wir haben es ausprobiert.

108 Megapixel und fünf Kameras: Das Xiaomi Mi Note 10 klotzt statt zu kleckern.

Mit fünf Kameramodulen auf der Rückseite, darunter einer Hauptkamera mit 108 Megapixel, lässt das neue Mi Note 10 die Konkurrenz hinter sich. Ebenfalls rekordverdächtig ist die Kapazität des Akkus von 5260 mAh. Etwas weniger erlesen ist das SoC: Hier kommt der Snapdragon 730G aus der oberen Mittelklasse zum Einsatz.

Xiaomi nennt das große Kameraaufgebot „Penta Camera“. Dazu gehören eine spezielle Makrokamera mit 2 Megapixeln, ein Zweifach-Tele mit 12 Megapixeln, ein Fünffach-Tele mit 5 Megapixeln und ein Ultraweitwinkel mit 20 Megapixeln. Die weitwinklige Hauptkamera fasst auf Wunsch jeweils vier Pixel zusammen, um die Lichtausbeute zu steigern. Die Teleobjektive sind optisch stabilisiert. Obendrauf gibt es noch eine Selfiekamera mit 32 Megapixeln auf der Vorderseite, die auf Wunsch auch vier Pixel zusammenlegt.

In einem ersten Praxistest machten die Kameras einen sehr ordentlichen Eindruck. Auch bei Dunkelheit produzieren sie ansehnliche Fotos – mit und ohne Nachtmodus. Bei Tageslicht gelangen uns mit dem Fünffach-Tele aus der Hand unverwackelte Fotos.

In ersten c’t-Tests spielte das Mi Note 10 mit einer Akkuladung 20,4 Stunden YouTube-Videos über WLAN ab. Das OLED-Display ist 6,47 Zoll groß (16,4 cm), ein Fingerabdrucksensor ist im Bildschirm integriert. Ansonsten gibt’s 6 GByte RAM, 128 GByte Flashspeicher und eine 3,5-mm-Kopfhörerbuchse; ein SD-Kartenslot fehlt jedoch. Bislang läuft das Gerät mit Android 9, ein Update auf Version 10 ist laut Xiaomi in der Mache.

Das Xiaomi Mi Note 10 kostet 550 Euro, das Gehäuse ist wahlweise schwarz, weiß oder grün. (jkj@ct.de)

Smarter Türöffner „Nello One“ funktioniert weiter

Nutzer des smarten Haustüröffners Nello One können aufatmen: Nachdem das insolvente Münchner Start-up Locumi Labs Anfang Oktober mitgeteilt hatte, den für den Betrieb notwendigen Sever abzuschalten, scheint nun eine Lösung gefunden zu sein.

So teilte Locumi Labs Anfang November mit, dass der italienische Smart-Lock-Anbieter SCLAK das Nello-Team übernehmen und den Betrieb des Servers weiterführen werde. Um Nello One weiterhin zu verwenden, müssen Nutzer nur die zugehörige Smartphone-App aktualisieren.

Im Zuge dieses Mobilgeräte-Updates werden die Nutzer unter anderem aufgefordert, ihre Zustimmung zur Übertragung der Kundendaten an SCLAK zu erteilen. Der Anwender bleibt laut Nello aber Herr seiner Daten. Die einmal erklärte Zustimmung kann jederzeit widerrufen werden.

Völlig unklar ist währenddessen, wie es mit Nellos API-Server weitergeht, über den sich der smarte Hautüröffner bislang beispielsweise mit Smart-Home-Systemen verbinden ließ. Der API-Server liefert bereits seit der Ankündigung des Betriebsendes nur noch Fehlermeldungen zurück. Locumi Labs äußerte sich bislang zu diesem Thema nicht; eine Anfrage seitens der c’t blieb bis zum Redaktionsschluss unbeantwortet.

Nicht klären ließ sich zudem, ob der Verkauf des Nello One über die offizielle Website des Herstellers eingestellt wurde oder nicht. Zwar wird das Produkt (mittlerweile mit einem von 149 auf 99 Euro gesenkten Preis) angeboten, lässt sich aber derzeit nicht bestellen. (nij@ct.de)

Alexa: Daten leichter löschen

Amazon hat bekanntgegeben, den Nutzern seines Sprachassistenzsystems Alexa beim Datenschutz stärker entgegenzukommen. So sollen die Sprachaufzeichnungen, die das System in der Cloud ablegt, künftig auf Wunsch nach 3 oder 18 Monaten automatisch gelöscht werden.

Darüber hinaus sollen dem Nutzer mehr Möglichkeiten der Fehleranalyse an die Hand gegeben werden. Seit Kurzem steht dafür bereits die Nachfrage „Alexa, was hast Du gehört?“ bereit, auf die die Sprachassistentin eine Rückmeldung zur letzten Eingabe des Nutzers gibt. Neu hinzu kommt nun die Frage „Alexa, warum hast Du das getan?“, über die sich beispielsweise klären lassen soll, wenn es für ein Verhalten (beispielsweise die Ausgabe von Warntönen) keinen Grund zu geben scheint. (nij@ct.de)

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