c't 25/2019
S. 62
Vorsicht, Kunde
DSL-Tarif
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Wer zu früh kommt …

Fragwürdige Tariferhöhungen bei Vodafone

Wer als Kunde schon mal versucht hat, vorzeitig aus einem DSL-Vertrag herauszukommen, weiß wie hartnäckig Provider auf die Bezahlung bis zum Ende der Laufzeit pochen. Aber wenn Vodafone seine Preise erhöhen will, nimmt es der Konzern mit den Laufzeiten nicht ganz so genau.

Seit mehr als zehn Jahren ist c’t-Leser Marcel M. Internet-Kunde bei Vodafone. Wie üblich verlängerte sich sein Laufzeitvertrag automatisch jeweils um ein weiteres Jahr. Da er keinen Anlass zu Veränderungen sah, beließ es Marcel M. dabei. Doch plötzlich drängte sein Vertragspartner Vodafone auf Veränderungen, nämlich beim Preis: Mit E-Mail vom 19. Juli teilte das Unternehmen seinem Kunden unter Bedauern mit, dass sich der Preis für seinen DSL-Anschluss ab dem 1. September um 1,39 Euro im Monat erhöhen werde. Statt bisher 29,95 Euro sollte er von nun an also 31,34 Euro im Monat berappen. Für seinen Anschluss miete Vodafone einen Teil der Leitung bei der Deutschen Telekom, heißt es in dem Schreiben zur Begründung. Die Telekom habe mitgeteilt, dass sich die monatliche Miete ab Juli 2019 erhöhe. Davon seien so viele Kunden betroffen, dass Vodafone „leider“ die Mehrkosten nicht auffangen könne.

Das leuchtete dem Kunden nicht ganz ein, denn nach wie vor bot Vodafone Neukunden DSL-Anschlüsse für unter 30 Euro an. Zudem fragte sich Marcel M., ob Vodafone überhaupt berechtigt ist, während der Vertragslaufzeit eine wesentliche Bedingung – den zu zahlenden Preis – einfach so einseitig zu ändern.

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