c't 25/2019
S. 49
aktuell
Ryzen Threadripper 3000

Ryzen Threadripper 3000 mit neuer TRX40-Plattform

Damit schnelle NVMe-SSDs am Chipsatz nicht ausgebremst werden, hat AMD den Durchsatz zwischen Prozessor und TRX40-Chipsatz auf 16 GByte/s vervierfacht.

Ab 25. November liefert AMD die dritte Generation der High-End-Plattform Ryzen Threadripper aus. Topmodell ist der 32-Kerner Ryzen Threadripper 3970X mit 3,7 GHz Nominal- und 4,5 GHz Boost-Takt für 2000 US-Dollar. Mit 24 Kernen tritt der Ryzen Threadripper 3960X (3,8/4,5 GHz) an, der 1400 US-Dollar kostet. Die Vielkerner eignen sich insbesondere für anspruchsvolle Workstation-Anwendungen wie Rendering, Software kompilieren und 4K-Videoschnitt.

Beide Prozessoren erfordern neue Mainboards, denn AMD spendiert den Threadripper 3000 eine neue CPU-Fassung namens sTRX40. Diese hat weiterhin 4094 Pins wie der Vorgänger TR4, ist aber elektrisch anderes beschaltet. Dies ist notwendig, weil die Thermal Design Power von 250 auf 280 Watt steigt und sich die Geschwindigkeit aller PCIe-Lanes durch PCI Express 4.0 verdoppelt hat. Zudem ist der ebenfalls neue TRX40-Chipsatz über acht statt vier Lanes an den Prozessor angebunden. Die gesamte Plattform stellt bis zu 88 PCIe-4.0-Lanes bereit.

Die Threadripper 3000 verwenden intern ein Chiplet-Design ähnlich den Server-Prozessoren Epyc 2. An einem großen I/O-Die mit Speichercontroller und PCIe Root Hub hängen sogenannte CPU Core Dies mit je acht Zen-2-Kernen. (chh@ct.de)

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