c't 5/2019
S. 48
News
Musik- und CAD-Software

Erster Blick auf Ableton Live 10.1

Das neueste Update der Musiksoftware unterstützt unter anderem VST3-Plug-ins und vorgeformte Automationskurven.

Per Sidechain lässt sich nun jedes externe Plug-in mit fremden Signalen triggern.

Dank VST3 kann man in der öffentlichen Beta-Version von Ableton Live 10.1 endlich auch Sidechain-Signale direkt von jedem externen Ziel-Plug-in auswählen. Damit lässt etwa eine Kick-Drum einen Kompressor für einen Flächenklang rhythmisch pumpen. Zudem sollen die Plug-ins besser abgeschirmt werden, damit sie bei einem Fehler nicht das ganze Live-Programm zum Absturz bringen.

Im Arrangementfenster lassen sich jetzt vorgeformte Steuerkurven wie Sinuswellen, Dreieck oder Sägezahn per Mausklick zeichnen, am Taktraster ausrichten sowie über Rampen ein- und ausblenden. Das vereinfacht die Automation von Parametern, zumal man nun auch auf einem Touchpad per Pinch-Geste zoomen kann.

Die beiden neuen Effekte „Channel-EQ“ und „Delay“ haben es in sich. Der Channel-EQ ahmt einen analogen 3-Band-Equalizer nach und eignet sich für einfache Frequenzanpassungen mit weichen Übergängen. Das neue Delay kann Zeit und Frequenzspektrum seiner Echos modulieren und das Eingangssignal auf Wunsch einfrieren. Zusammen mit dem in Live 10 eingeführten „Echo“ deckt Ableton damit eine große Bandbreite ab, die viele kommerzielle Delays hinter sich lässt.

Schließlich kann der Wavetable-Synth der Live Suite nun beliebige Samples als Oszillator einsetzen. Einfach ein Sample auf das Instrument ziehen, schon generiert der Synth automatisch einen Wavetable für weitere Klangexperimente.

Live 10.1 Beta 12 lief bei uns stabil. Allerdings kann man mit Live 10.1 gespeicherte Projekte bei einem eventuellen Problem nicht in Live 10.0 laden.

Das Update ist für Besitzer von Live 10 kostenlos, es steht auf ableton.com/beta bereit. Die Vollversion ist in verschiedenen Ausbaustufen zu Preisen zwischen 79 und 599 Euro erhältlich. (hag@ct.de)

Schneller konstruieren mit CorelCAD 2019

Dank der 3D-Modeling-Funktionen lässt sich CorelCAD wie ein virtueller Extruder benutzen.

Die 2019er Ausgabe von CorelCAD hält verbesserte Werkzeuge für Konstruktionszeichnungen in 2D und 3D parat. Anwender können beispielsweise per „Polyvolumenkörper“ 3D-Objekte mit polygonalen Wänden festlegen und über „Push und Pull“ einen massiven Strang aus einem 2D-Umriss wachsen lassen, als würde er mit einem Extruder ausgepresst.

Anhand von Regeln lassen sich mehrfach verwendbare 2D-Objekte definieren, die ihre Position und Größe dynamisch an die jeweilige Zeichnung anpassen – das spart Zeit bei häufig wiederkehrenden Elementen. Zum 3D-Druck und Austausch mit AutoCAD unterstützt CorelCAD 2019 die Dateiformate STL und DWG. Das für macOS und Windows verfügbare Programmpaket kostet 830 Euro, ein Update ist für 300 Euro erhältlich. (hps@ct.de)

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