c't 5/2019
S. 24
News
Raspi & Embedded Systems

Raspberry-Pi-Industriemodul CM3+

Eine kompakte, robuste und länger lieferbare Variante des Raspberry Pi 3B+ zielt auf Embedded Systems.

Das Compute Module IO Board V3 macht die Anschlüsse des Raspi CM3+ nutzbar. Bild: Raspberry Pi Foundation

Für den Einsatz beispielsweise in Steuerungsanlagen und Maschinen gibt es ab sofort das Raspberry Pi Compute Module CM3+. Es hat die Bauform eines Small-Outline-Speichermoduls (SO-DIMM) und passt in eine Steckfassung mit 200 Kontakten. Sämtliche Anschlüsse stellt dann das Carrier- oder I/O-Board bereit, auf dem das CM3+ steckt. Entwickler können das rund 120 Euro teure Compute Module IO Board V3 von der Raspberry Pi Foundation kaufen. Dazu gibt es billigere Alternativen wie das Waveshare Compute Module IO Board Plus für nur 50 Euro oder speziell ausgestattete I/O-Boards wie das Kontron Passepartout mit Secure Element und 24-Volt-Anschluss für Industriemaschinen. Ein fertiges Produkt mit einem Raspi-CM ist beispielsweise der Steuerungscomputer Kunbus Revolution Pi, der auf eine DIN-Hutschiene in einem Schaltschrank passt.

Streifen-Raspi: Das Raspberry Pi Compute Module 3+ hat bis zu 32 GByte Flash-Speicher. Bild: Raspberry Pi Foundation

Im Vergleich zum Raspberry Pi 3B+ fehlt dem CM3+ Ethernet, WLAN und Bluetooth. Dafür ist – außer bei der billigsten Lite-Version – ein eMMC-Flash-Chip mit 4, 8, 16 oder 32 GByte Kapazität aufgelötet. Das CM3+ Lite kostet unter 30 Euro, die 8-GByte-Version 32 Euro.

Die Raspberry Pi Foundation verspricht, das CM3+ bis mindestens 2026 zu liefern. Ein Zertifizierungsprogramm beim Dienstleister UL soll die Prüfung von Geräten mit CM3+ erleichtern. Diese dürfen das Logo „Powered by Raspberry Pi“ tragen, wenn sich der Hersteller dafür registriert. Die Vorgänger CM3, CM2 und CM1 sollen ab sofort nicht mehr für neue Entwicklungen eingesetzt werden, bleiben aber lieferbar. (ciw@ct.de)

60-Euro-USB-Messmodul für Android und PC

Das Pocket Science Lab ist ein USB-Messgerät mit Android-App und Python-Software. Bild: PSLab.io

Für Schüler und Bastler ist das Messmodul Pocket Science Lab mit USB-Anschluss gedacht. Es lässt sich mit einer Android-App oder mit einem Python-Programm unter anderem als Vierkanal-Oszilloskop mit bis zu 2 Megasamples/s nutzen. Außerdem arbeitet es als Spannungsmessgerät (16 Volt, 12 Bit), als Frequenzzähler, als Logikanalysator (4 Kanäle, 15 ns Auflösung), als programmierbare Spannungs- und Stromquelle sowie als Signalgenerator.

Über mehrere I2C-Schnittstellen lassen sich einfache Sensoren anschließen, auf PSLab.io finden sich Empfehlungen etwa zu einem passenden Mikrofon, einem Magnetfeld- und einem Feuchtigkeitssensor. Außerdem ist es möglich, ein ESP8266-Modul aufzulöten, das WLAN und Bluetooth nachrüstet. (ciw@ct.de)

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