c't 6/2019
S. 142
Test
Videobearbeitung
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Schneiderei

Bezahlbare Videoschnittprogramme für YouTuber und Filmenthusiasten

Den Nimbus des Exotischen haben sie längst verloren: Dank der Videoplattformen im Web werden Schnittprogramme immer mehr zum Allerweltswerkzeug. Abhängig von der Gestaltung der Bedienoberfläche fordern sie mal mehr, mal weniger Einarbeitungszeit und Enthusiasmus.

Sie können fast alles, was man zum Videoschneiden braucht: Rund einen Hunderter verlangen die Softwarehersteller im Mittel für ihre Schnittprogramme der Einstiegsklasse. So einfach wie eine Textverarbeitung funktionieren sie zwar noch nicht ganz, aber die Bedienkonzepte zielen tatsächlich auf eine im Vergleich mit früheren Versionen sehr viel einfachere Anwendung. Das langwierige Studium von Handbüchern und Video-Tutorials kann man sich inzwischen schenken – es sei denn, man plant eher abseits des Mainstreams liegende Projekte.

Um unterschiedlichen Ansprüchen zu genügen, bieten viele Hersteller ihre Software in drei verschiedenen Editionen an. Die günstigste Variante ist typischerweise im Funktionsumfang begrenzt, sie schneidet beispielsweise keine UHD-Videos. Den nahezu vollständigen Funktionsumfang bekommt man in der Regel mit der mittleren Variante. Bei der teuersten Ausgabe legen die Anbieter noch einiges an Extras drauf, etwa zusätzliche Effekte, eine Geräuschsammlung, Titelvorlagen oder GEMA-freie Musik, sodass man direkt mit dem Schneiden loslegen kann. Ob solche Zugaben den Aufpreis wert sind, muss man selbst entscheiden; wer eine gut sortierte Materialsammlung besitzt, kommt sehr wahrscheinlich ohne diese Ergänzungen aus.

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Ein eigener Generator im VideoStudio hinterlegt Texte mit Videoinhalten. Die Bedienung ist allerdings schwer verständlich und erfordert entsprechend Einarbeitungszeit.