c't 6/2019
S. 114
Test
USB-Gehäuse
Aufmacherbild

Neuer Platz für alten Speicher

Gehäuse für Festplatten und SSDs aller Art

Hat man eine alte Festplatte oder SSD durch eine neue ersetzt, kann man den alten Massenspeicher in ein USB-Gehäuse stecken und als Backup-Platte nutzen. Die externen Gehäuse aus diesem Test helfen aber auch schon beim Umzug.

Rechner auf, Festplatte raus, SSD rein, Rechner zu, Windows neu installieren – das ist der beste Weg, um einen älteren Rechner günstig zu beschleunigen. Die alte Platte sollte man jedoch aufheben, denn vielleicht sind noch Daten drauf, die man später noch einmal benötigt. Will oder kann man sie nicht im Gehäuse lassen, dann helfen externe USB-Gehäuse weiter. Zusätzlich können die alten Laufwerke so auch noch als Backup-Medium dienen.

Beim Umbau können jedoch nicht nur Festplatten übrig bleiben, sondern auch ältere SSDs – ob im 2,5-Zoll-Format, als mSATA-Kärtchen oder schon im moderneren M.2-Format. Für die meisten alten Laufwerke gibt es passende USB-Gehäuse, aber nicht für alle. Dazu gehören etwa aufgelötete SSDs, spezielle Mini-PCIe-SSDs aus alten Asus eeePCs oder frühe PCIe-Exemplare, die mit dem AHCI-Protokoll arbeiten.

Testfeld

Wir haben uns aus dem unübersichtlichen Angebot eine Reihe an USB-Gehäusen ausgesucht, die entweder besonders billig sind oder besonders gut von den bisherigen Käufern bewertet wurden – dabei haben wir uns auf die Bewertungen aus unserem Preisvergleicher (www.heise.de/preisvergleich) sowie die der Amazon-Kunden verlassen.

Die folgenden Gehäuse haben wir uns für den Test besorgt: den Salcar mSATA-Adapter 201603301, das M.2-SATA-Gehäuse CSL 23031632, ein einfaches Gehäuse für 2,5-Zoll-Laufwerke von LogiLink (UA0256) sowie das schnellere Ugreen-Gehäuse mit der Modellnummer 50743 und das Orico HDD Enclosure für 3,5-Zoll-Festplatten. Für PCIe-SSDs nutzen wir in der Redaktion das LM902, das auch unter anderen Namen in Deutschland erhältlich ist (siehe c’t 21/2018, S. 50).

Ferner stellen wir noch zwei in der Redaktion bewährte Adapter vor: die Dockingstation Sharkoon Quickport Combo für den schnellen Plattenwechsel und einen einfachen SATA-Adapter von Sabrent, der mit 2,5-Zoll-Laufwerken arbeitet, egal ob SSD oder Festplatte.

Festplatten sind empfindliche mechanische Gebilde. Schon einfache Gehäuse erhöhen den Schutz vor Beschädigung, etwa beim Fall von der Tischplatte, aber nur wenig. Wer seine alte Festplatte als mobilen Datenträger einsetzen möchte, sollte besser zu einem gepolsterten Gehäuse greifen. Daher ist der Sabrent-Adapter nur eine Notlösung, da die Platte hier lose auf dem Tisch liegt.

In diesem Artikel haben wir uns auf Gehäuse für den Anschluss eines einzigen Laufwerks beschränkt. Es gibt auch externe Gehäuse für zwei und mehr Laufwerke – diese werden jedoch wohl eher im stationären Betrieb und mit Laufwerken hoher Kapazität bestückt sein, weil damit ein hoher Speicherbedarf gedeckt werden soll. Auch haben alle unsere Gehäuse je einen USB-Anschluss; das veraltete eSATA und das moderne, aber noch wenig verbreitete Thunderbolt 3 haben wir außen vor gelassen.

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