c't 6/2019
S. 34
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Neue WLAN-Repeater fürs Fritzbox-Mesh

Drei neue Repeater sollen das Mesh-WLAN von Fritzboxen vergrößern. Einer tut das aber nur im 2,4-GHz-Band.

Die Fritz-Repeater 600, 1200, 2400 und 3000 von AVM sollen das Mesh-WLAN von Fritzboxen ausdehnen. Bild: AVM

Mit den Modellen 600, 1200 und 2400 (im Bild von links) will AVM im 2. Quartal 2019 seine Fritz-Repeater-Familie erweitern. Den 3000er (rechts) hatte der für seine Fritzboxen bekannte Hersteller bereits im Spätsommer 2018 zur IFA vorgestellt. Er soll mit Erscheinen dieser c’t-Ausgabe endlich im Handel erhältlich sein.

Die drei Neulinge hat AVM für direkten Einsatz in der Steckdose entworfen und dabei das Gehäuse noch ein Quäntchen dezenter als bei den Vorgängern gestaltet. Der auffällige rote Streifen ist einem Akzent auf der Connect-Taste gewichen.

Da moderne Fritzboxen in der Regel beide WLAN-Funkbänder (2,4 und 5 GHz) gleichzeitig nutzen, erscheint uns das kleinste Modell 600 als Anachronismus: Es funkt ausschließlich im 2,4-GHz-Band über vier Antennen (vier MIMO-Streams), sodass es nach Wi-Fi 4 (IEEE 802.11n) eine maximale Bruttorate von 600 MBit/s erreicht. Aktuell ist Wi-Fi 5 (IEEE 802.11ac), was Dualbandfähigkeit einschließt, bei Routern, Access-Points und Repeatern auf beiden Frequenzblöcken gleichzeitig.

Wer das Mesh-WLAN einer Dual-Band-fähigen Fritzbox geschickt vergrößern will, sollte deshalb die Fritz-Repeater 1200 und 2400 in Betracht ziehen: Der 1200er funkt mit zwei MIMO-Streams in beiden Bändern gleichzeitig (Wi-Fi 5, IEEE 802.11n-300, 11ac-867), der 2400er setzt noch mal eins drauf (vier Streams, 11n-600, 11ac-1733). Beide haben – anders als der 600er – auch einen Gigabit-Ethernet-Port, sodass sie auf Wunsch als Access-Point arbeiten und so in einem Fritz-Mesh das WLAN vom Backbone-Verkehr entlasten.

Bezüglich der die Stromkosten bestimmenden Leistungsaufnahme sollen sich die neuen Modelle wenig von den älteren unterscheiden: AVM nennt 3 Watt für den Fritz-Repeater 2400. Der technisch ähnliche Vorgänger 1750E lag nach unserer Messung beim Mesh-System-Test in c’t 23/2017 bei 3,2 Watt.

Die verbesserte WLAN-Verschlüsselung WPA3 bietet beispielsweise Synology bereits in seinem Mesh-System an (Test des MR2200ac in c’t 24/2018). Sie soll „im Lauf des Jahres“ per Firmware-Upgrade auf AVMs Fritzboxen und Repeater kommen. (ea@ct.de)

Cloud-IP-Kamera für draußen

D-Links 150 Euro teure IP-Kamera DCS-8600LH ist ab sofort im Handel erhältlich. Entgegen dem aktuellen Trend im Heimbereich zur Speisung aus Akkus bekommt die für den Außeneinsatz geeignete WLAN-Kamera ihren Strom aus einem Netzteil mit 7 Metern Zuleitung.

Der Full-HD-Sensor (1920 × 1080 Bildpunkte, 2K-Auflösung) hat 135 Grad Blickwinkel; bei Nacht sorgen Infrarot-LEDs für 7 Meter Sichtweite. Aktivität erkennt die Kamera anhand von Bewegungen oder Geräuschen. Aufnahmen speichert sie auf einer vom Benutzer einzusetzenden MicroSD-Karte oder in der D-Link-Cloud. Mit der iOS- und Android-App kann man über Mikrofon und Lautsprecher der Kamera auch gegensprechen. (amo@ct.de)

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