c't 6/2019
S. 32
News
MicroPython- und RISC-V-Boards, Z-SSD

Mikrocontroller-Boards mit MicroPython

Die sogenannten Pyboards lassen sich via USB-Anschluss in der Sprache MicroPython programmieren.

Das Pyboard-D mit STM32F7-Controller und WLAN lässt sich in Python programmieren. Bild: MicroPython.org

Demnächst will George Robotics (micropython.org) das Pyboard-D mit WLAN und Bluetooth herausbringen. Das kurz als PYBD bezeichnete Platinchen ist kaum länger als 3 Zentimeter und mit dem Mikrocontroller STM32F7 (ARM Cortex-M7) sowie dem WLAN-/Bluetooth-Modul Murata 1DX bestückt. Der Rechenkern erreicht bis zu 216 MHz und nutzt 512 KByte RAM sowie 2 MByte Flash-Speicher. Außer einem Micro-USB-Port ist auch ein SD-Kartenleser vorhanden, zudem gibt es einen Reset-Taster, einen für Programme nutzbaren Taster und eine LED. Erweiterbar ist das PYBD über 32 GPIO-Pins im Rastermaß 1,27 Millimeter sowie über zwei 40-Pin-Wannenstecker namens W-Bus. Hier lässt sich beispielsweise ein eMMC-Flash-Modul aufstecken. Statt der internen Antenne kann man per µFL-Buchse auch eine externe anschließen.

Bisher sind weder Preis noch Liefertermin des PYBD bekannt. Da aber schon das Pyboard Lite rund 20 Euro kostet und das Pyboard v1.1 über 30 Euro, wird das PYBD eher teurer.

Die kleinen Mikrocontroller-Boards entwickelt ein Team um den Briten Damien George, sie arbeiten mit STM32-Chips der europäischen Firma STMicroelectronics (ST) und werden bei Jaltek in Großbritannien hergestellt. MicroPython läuft mit passender Firmware auch auf dem Espressif ESP32, dafür gibt es fertige Entwicklerboards wie das WiPy 3.0 für 20 Euro. Hier fehlt aber der praktische MicroUSB-Anschluss. Viele britische Schüler lernen MicroPython mit dem BBC Micro:Bit. (ciw@ct.de)

RISC-V-Entwicklerboard mit Bluetooth

Herzstück des Vegaboards ist der RISC-V-Chip NXP RV32M1, der auch ARM-Kerne enthält. Bild: NXP

Der niederländische Chiphersteller NXP produziert sein erstes System-on-Chip mit ARM- und RISC-V-Kernen. Der RV32M1-VEGA ist nicht für die Serienproduktion gedacht, sondern für Entwickler und Studenten. Im RV32M1 kombiniert NXP einerseits einen ARM Cortex-M4F mit dem RISC-V-Kern RI5CY des Pulpino-Teams der ETH Zürich. Andererseits arbeitet im SoC auch die Kombination aus Cortex-M0+ und Zero-RI5CY. Es stehen jeweils eigene Flash- und SRAM-Bereiche zur Verfügung. Der RV32M1 enthält zudem einen Bluetooth-Kern sowie Erweiterungsschnittstellen.

Der RV32M1 sitzt auch auf dem Vegaboard mit Stiftleisten für Arduino-Erweiterungen. Zum Programmieren der RISC-V-Kerne ist ein JTAG-Adapter nötig, etwa der unter 20 Euro teure Segger J-Link EDU Mini. Preis und Liefertermin für das Vegaboard sind noch unbekannt. (ciw@ct.de)

Superschnelle SSD mit Z-NAND

Samsung erweitert seine Reihe von Datacenter-SSDs um eine besonders schnelle: Die 983 ZET ist mit dem bereits 2016 vorgestellten Z-NAND bestückt und soll damit zu den Optane-SSDs von Intel aufschließen. Samsung nutzt bei der SSD Single-Level-Cell-Speicher mit besonders niedriger Latenz – sehr schnell, aber teuer.

Die 983 ZET soll beim Lesen rund 750.000 IOPS erreichen, beim Schreiben deutlich weniger. Laut ersten Berichten ist die 983 die schnellste SSD mit NAND-Flash – an eine Optane-SSD kommt sie jedoch nicht heran. Die 983 ZET als Einsteckkarte mit 480 GByte kostet in den USA knapp 900 Euro, mit 960 GByte knapp 2000 Euro. Ein Termin für den Marktstart in Deutschland ist noch nicht bekannt. (ll@ct.de)

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