c't 7/2019
S. 154
Hintergrund
IT-Sicherheit
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Bild: Thorsten Hübner

Intelligentes Abwehrschild

Wie künstliche Intelligenz PCs sicherer machen will

Künstliche Intelligenzen haben menschliche Profi-Spieler im Schach, beim Brettspiel Go und dem Strategie-Computerspiel Starcraft 2 geschlagen. Doch kann es KI auch mit Profi-Hackern aufnehmen?

Immer mehr Anbieter von Antiviren-Software versprechen, dass ihre Produkte dank künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen noch robusteren Schutz vor Hacker-Attacken bieten. Problematisch ist dabei, dass die Begriffe oft nicht klar definiert sind und in der Praxis sehr beliebig verwendet werden. Im Kern geht es fast immer darum, dass Techniken nicht auf statischen Regeln basieren, sondern einen angeblich intelligenten Erkennungsmechanismus verwenden. Der häufigste Anwendungsfall des maschinellen Lernens in der IT-Sicherheit ist die Erkennung von Malware beziehungsweise Einbrüchen und Kompromittierung von Systemen.

Bessere Erkennungsraten

Eine typische Variante ist maschinelles Lernen zur Erkennung von Malware vor ihrer Ausführung auf Endgeräten von Anwendern. Bislang setzen die Hersteller von AV-Software auf das Vergleichen von Dateiinhalten mit Signaturen und riesigen Listen von Mustern bekannter Malware. Das wollen sie nun durch KI-Mechanismen ergänzen oder sogar ablösen.

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