c't 7/2019
S. 60
Vorsicht, Kunde
Internet
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Milchkannengießer

Telekom verschlampt rechtzeitigen Hausanschluss

Wer aus der Stadt aufs Land in ein neu gebautes Häuschen ziehen will, plant meist lange vorher auch schon den Umzug des Internet-Anschlusses. Doch der beste Plan taugt nichts, wenn ihn der Bauherrenservice der Telekom zunichte macht.

Die beschauliche brandenburgische Kleinstadt Nauen liegt keine Autostunde von den Metropolen Berlin und Potsdam entfernt. Sie profitiert vom Immobilienboom in der Region. Besonders Familien, die sich die hohen Preise in der Bundes- oder Landeshauptstadt nicht leisten können, zieht es hierher. So plante auch Steffen R. aus Potsdam seinen Umzug in ein hübsches Häuschen in einem leicht euphorisch „Gartenstadt“ getauften Neubaugebiet am Ortsrand. Über den Fortgang der Erschließungsarbeiten informiert ein Bautagebuch im Internet. Bereits Mitte August waren die Erschließungsarbeiten nebst Neubau seiner Straße abgeschlossen.

Den Standort hatte Familie R. nicht zuletzt deshalb gewählt, weil Nauen mit einem breitbandigen Glasfaseranschluss wirbt, auf den Steffen R. beruflich dringend angewiesen ist. Mit seinem Arbeitgeber in Berlin hatte er vereinbart, nach seinem Umzug seinen Arbeitsplatz vorwiegend zu Hause in Nauen zu haben und nur noch sporadisch in die Firma zu kommen. Damit zum geplanten Umzug vor Weihnachten 2018 dann auch wirklich alles steht, wandte sich R. bereits im Frühjahr 2018 an den Bauherrenservice der Deutschen Telekom, der für den fristgerechten Anschluss sorgen sollte.

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