c't 7/2019
S. 45
News
Embedded Systems

SATA-Adaper fürs NanoPi-NAS

An FriendlyElecs NanoPi M4 lassen sich via SATA-HAT bis zu vier Festplatten anschließen. Bild: FriendlyElec

Der Rockchip RK3399 gehört zu den wenigen bezahlbaren und sparsamen ARM-SoCs mit eingebautem Gigabit-Ethernet-Controller sowie PCI-Express-(PCIe)-Lanes. Das sind gute Eigenschaften für ein Selbstbau-NAS. Für den Einplatinencomputer NanoPi M4 mit RK3399 liefert der chinesische Hersteller FriendlyElec (früher FriendlyArm) jetzt eine aufsteckbare Adapterplatine mit vier SATA-Buchsen und dem PCIe-SATA-6G-Controller Marvell 88SE9215. Beim Anschluss von SSDs soll der NanoPi M4 Daten mit mehr als 320 MByte/s übertragen können – mehr als genug für Gigabit Ethernet.

Der NanoPi M4 mit 2 GByte RAM ist unter anderem beim Händler Antratek.de für 91 Euro erhältlich. Antratek möchte auch das SATA-HAT (Hardware attached on Top) ins Programm nehmen, kennt aber noch keinen Termin. Der Preis dürfte um 30 Euro liegen. Zum Betrieb des NanoPi M4 als NAS ist noch ein Kühlkörper empfehlenswert, außerdem rät FriendlyElec zu einem 12-Volt-Netzteil mit 3 A Belastbarkeit für zwei 3,5-Zoll-Festplatten und für vier Platten sogar zu einem mit 5 A. Ein passendes Gehäuse offeriert FriendlyElec bisher nicht. (ciw@ct.de)

Schnelle UFS-3.0-Speicher

Samsung, Toshiba und WD/SanDisk haben schnelle UFS-3.0-Speichermodule für künftige Smartphones mit LTE- und 5G-Modems angekündigt. Nur mit schnellem UFS-Flash lassen sich die hohen Transferraten künftiger Mobilfunkstandards überhaupt sinnvoll nutzen, die Latenzen für Anwendungen wie Augmented und Virtual Reality oder Mobile Gaming verringern und bis zu 100-mal schnellere Downloads ermöglichen.

Universal Flash Storage (UFS) löst eMMC-Flash in High-End-Smartphones ab. Die Kapazitäten der kommenden UFS-3.0-Chips reichen von 128 GByte bis 1 TByte. Beim Lesen will Samsung über 2 GByte/s schaffen, beim sequenziellen Schreiben verspricht der koreanische Hersteller bis zu 410 MByte/s. Die WD-Sparte SanDisk setzt die von SSDs bekannte Technik des SLC-Caches ein, um Schreibraten von über 1 GByte/s zu ermöglichen. Damit bleibt auch bei großen Downloads genug Reserve für den gleichzeitigen Zugriff mehrerer Apps. (ciw@ct.de)

Mini-PCs mit AMD Ryzen V1000

Das Mainboard Profive NUCV mit AMD Ryzen Embedded V1000 passt in eNUC-Gehäuse. Bild: E.E.P.D.

Der chinesische Hersteller Giada zeigte auf der Fachmesse embedded world den Mini-PC DM6 mit AMD Ryzen V1000 und vier HDMI-2.0-Ports für digitale Anzeigetafeln (Digital Signage). Bis zu vier Displays mit 4K-Auflösung lassen sich daran anschließen. Als Prozessoren stehen Ryzen Embedded V1202B (zwei Kerne) und V1605B (vier Kerne) zur Auswahl. Preise nennt der deutsche Distributor Concept International auf Anfrage.

Ein AMD Ryzen V1000 sitzt auch auf dem Profive NUCV des bayerischen Herstellers E.E.P.D. in der Bauform Embedded NUC (eNUC). Die quadratischen Mainboards mit 10 Zentimetern Kantenlänge orientieren sich an Intels Mini-PC-Familie Next Unit of Computing (NUC). Das Profive NUCV hat zwei Mini-DisplayPorts und drei M.2-Slots für SSD, WLAN-Adapter und LTE-Modem. Es kostet in kleinen Stückzahlen ab 380 Euro. (ciw@ct.de)

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